Der Husar auf dem Dach

Provencalische Abenteuer

Eine Filmkritik von Joachim Kurz

In der provenzalischen Stadt Manosque wird er eines Tages unschuldig als Brunnenvergifter verdächtigt und muss wieder die Flucht ergreifen. Als Angelo über die Dächer der Stadt entkommen will, landet er schließlich im Haus der schönen Marquise Pauline de Théus (Juliette Binoche), die ihm Unterschlupf gewährt. Als Pauline aufbrechen will, um nach ihrem verschwundenen Mann zu suchen, bietet Angelo ihr seine Hilfe an. Es beginnt eine Reise ins Ungewisse durch das choleraverseuchte Frankreich, bei der sich die beiden näher kommen, allen Widrigkeiten zum Trotz…

Mit der Verfilmung von Jean Gionos opulentem Roman Der Husar auf dem Dach machte Jean-Paul Rappeneau (Cyrano von Bergerac) im Jahr 1995 unter anderem deshalb von sich reden, weil der Film mit einem Budget von 60 Millionen D-Mark der bis dato teuerste Film war, der jemals in Frankreich gedreht wurde. Doch der Steifen hat weitaus mehr zu bieten als nur ein immenses Produktionsbudget: So glänzt Der Husar auf dem Dach / Le Hussard sur le Toit mit Sequenzen von beklemmender Intensität, exquisiten Kostümen, einer ebenso romantischen wie abenteuerlichen Story und zwei bestens aufgelegten Hauptdarstellern, die im Rahmen der Dreharbeiten sogar ein echtes Paar wurden.
 

Quelle: www.kino-zeit.de/film-kritiken-trailer/der-husar-auf-dem-dach