O ano em que meus pais saíram de férias

Berlinale Wettbewerb

Eine Filmkritik von Joachim Kurz

Doch die Vorfreude auf das fußballerische Ereignis ist brüchig. 1970 herrscht in Brasilien eine rechtsgerichtete Militärdiktatur und unversehens müssen Mauros Eltern untertauchen, um einer drohenden Festnahme und dem möglichen Tod zu entgehen. Mauro wird erklärt seine Eltern seien in den Ferien und kurzerhand wird der Junge zu seinem jüdischen Großvater gebracht, der auf ihn aufpassen soll. Doch das Schicksal meint es nicht gut mit Mauro. Kaum angekommen stirbt sein Opa und er ist vollkommen auf sich allein gestellt, bis sich der Nachbar Schlomo (Germano Haiut) seiner erbarmt und ihn widerwillig bei sich aufnimmt. Verzweifelt sehnt Mauro die Rückkehr seiner "verreisten" Eltern herbei, doch unter seine Trauer mischt sich die Vorfreude auf WM und dann gibt es da in Schlomos buntem Viertel noch so viel Interessantes und Neues, auch die Liebe, zu entdecken.

Regisseur Cao Hamburger, Jahrgang 1963, begann seine Laufbahn mit Musikvideos. Bekannt wurde er durch die TV-Serie City of Men, an der auch Brasiliens Star-Regisseur Fernando Meirelles mit arbeitete. Dessen Einfluss aber spürt man nur recht selten bei diesem unaufgeregt, stillen und subtilen Film, der mit Sicherheit nicht zu den "großen" Filmen des Wettbewerbs zählt, der aber auf seine leise Art und Weise durchaus zu gefallen weiß.

Quelle: www.kino-zeit.de/film-kritiken-trailer/o-ano-em-que-meus-pais-sairam-de-ferias