Sex, Lügen und Video

Der Startpunkt der Indie-Welle?

Eine Filmkritik von Joachim Kurz

Mit Sex, Lügen und Video / Sex, Lies & Videotape, dem Debütfilm des bis dato völlig unbekannten Steven Soderbergh begann Ende der Achtziger der unaufhaltsame Aufstieg des amerikanischen Independent-Films, der bis zu diesem Zeitpunkt in den Kinos vergleichsweise erfolglos gewesen war. Nun aber ging das Jahrzehnt der großen Blockbuster zu Ende, und nach langen Jahren war der Weg für anspruchsvolle Filme mit engagierten Themen jenseits des Mainstream-Einerleis wieder möglich. Der Film wurde mit Auszeichnungen geradezu überhäuft, so wurde er für Oscars, BAFTA Awards, Césars und Golden Globes nominiert, er gewann die Goldene Palme in Cannes, den FIPRESCI-Preis auf dem Festival an der Croisette und den Independent Spirit Award. Auch die Schauspieler wurden mit zahlreichen Ehrungen bedacht – ein Preissegen, der angesichts der Erfolge amerikanischer Independent-Filmer im kommenden Jahrzehnt nahezu prophetisch erschien.
 

Quelle: www.kino-zeit.de/film-kritiken-trailer/sex-lugen-und-video