Kuddelmuddel bei Pettersson und Findus

Rollentausch in der Männer-WG

Eine Filmkritik von Paul Collmar

"Bedenke, was du dir wünschst, es könnte in Erfüllung gehen", lautet ein Ratschlag, den man nicht immer gerne hört. Genauso ergeht es auch dem kleinen Kater Findus, der endlich mal groß sein möchte. Weil in Märchen und Kindergeschichten solche Wünsche gerne mal auf magische Weise in Erfüllung gehen, schrumpft der alte Petterson über Nacht, während Findus wächst. Schnell muss der vormals kleine Kater erkennen, dass es mit dem Großsein so eine Sache ist. Denn plötzlich ist man nicht mehr so frei wie als Kleiner, muss Verantwortung übernehmen und hat jede Menge Arbeit. So wünscht sich der Kater schnell wieder, alles möge sich möglichst schnell zum Alten umkehren. Denn Petterson verliert auch noch sein Gedächtnis und Findus muss ihm mühsam und haarklein all das erzählen, was die beiden miteinander erlebt haben.

Natürlich ist Kuddelmuddel bei Petterson & Findus gerade für die kleinsten Kinozuschauer ein Vergnügen mit einigem Charme. Was dann aber doch den Eindruck ein wenig stört, ist die Tatsache, dass es sich bei diesem Film eigentlich nur um einer Kompilation verschiedener Geschichten aus der Fernsehserie handelt, die neu zusammengesetzt und arrangiert wurden. Sicher mögen Kinder vor allem Geschichten, mit denen sie einigermaßen vertraut sind. Doch muss man es gleich derart übertreiben mit dem Recycling? Bei aller Sympathie für die beiden ansprechend animierten und fein synchronisierten Helden aus Schweden – diesen Film kann man sich zumindest in großen Teilen ebenso gut zuhause in der DVD-Edition anschauen. Oder besser noch nach- und vorlesen. Zumal die zeichnerischen Qualitäten bei allem Unterhaltungswert nicht an die verspielte und detailreiche Welt der Bücher heranreichen und die Geschichte ein wenig zu sehr episodenhaft angelegt ist – ein Kuddelmuddel eben.

Quelle: www.kino-zeit.de/film-kritiken-trailer/kuddelmuddel-bei-pettersson-und-findus