Beetlejuice

Donnerstag, 3.1. 2013, ARTE, 20:15 Uhr

Eine Filmkritik von Joachim Kurz

Beetlejuice erzählt die Geschichte der beiden Geister Adam (Alec Baldwin) und Barbara Maitland (Geena Davis), die bei einem Autounfall aus dem Leben geschieden sind. Doch bevor sie endgültig ins Reich der Toten kommen, müssen sie zuerst 125 Jahre in ihrem Haus bleiben – so will es die Bürokratie aus dem Jenseits, die sich noch kleingeistiger und komplizierter gestaltet als der diesseitige Amtsschimmel. Zu allem Überdruss zieht dann auch noch eine überaus lebendige und vitale Familie aus New York in das kleine Häuschen ein, das die Geister bislang als ihr Alleineigentum betrachteten. Schnell wird klar, dass die Neueigentümer und die Alteingesessenen einfach nicht miteinander harmonieren - trotz der überaus entzückenden Tochter Lydia Deetz (Winona Ryder), die sich mit dem Geisterpaar schnell anfreundet. Weil den Maitlands aber vor allem der schräge Kunstgeschmack ihrer Nachmieter auf die Nerven geht, rufen sie den Poltergeist Beetlejuice (Michael Keaton) zu Hilfe, um ihr Haus von den Lebenden zu befreien. Der stellt sich aber als überaus grausamer und gehässiger Entmieter heraus...

Ursprünglich als Mysterythriller mit dem Titel The Maitlands geplant, verschoben sich die Akzente unter Tim Burtons Regie deutlich in Richtung Komödie. Obgleich der Stil des Filmemachers zur Zeit des Entstehens noch nicht so ausgefeilt und unverwechselbar war wie in seinen späteren Werken, sind dennoch zahlreiche seiner Einflüsse erkennbar, die sein weiteres Schaffen auch in den kommenden Jahren prägten und ihn zu einem der originellsten Filmemacher Hollywoods werden ließen. Wer mit Burtons Filmen bislang noch nicht so vertraut ist, für den dürfte der grelle Witz von Beetlejuice eine erste starke Kostprobe und eine echte Einstiegsdroge sein.

Quelle: www.kino-zeit.de/film-kritiken-trailer/beetlejuice