Zimmer 1408

Zimmer 1408

Eine Filmkritik von Joachim Kurz

Der blanke Horror

Die letzten Jahre müssen den Fans gepflegter Horrorfilme vorgekommen sein wie eine Ewigkeit – statt niveauvollem Grusel waren es zumeist eher Machwerke der üblen und Ekel erregenden Sorte, die von sich reden machten. Wesentlich subtiler, spannender und überzeugender geht es in der jüngsten Verfilmung eines Stoffes des Grusel-Großmeisters Stephen King zu, die den wüsten Folterstreifen à la Hostel locker zeigt, wo der Hammer hängt und wie man mit einfachsten Mitteln und mit Raffinesse das Publikum zum Zittern bringt.
John Cusack, der beinahe in jedem Film zu absoluter Hochform aufläuft und der einer der besten Schauspieler seiner Generation sein dürfte, spielt den zynischen Sachbuchautor Mike Enslin, der meint, dass ihn seit dem Tod seiner Tochter und der Trennung von seiner Frau nichts mehr erschüttern kann. Enslin verdient sein Geld als Autor zweifelhafter Sachbücher über Spukhotels und -häuser, und es besteht kein Zweifel daran, dass ihm, dem abgebrühten Kenner der Materie nichts so schnell einen Schrecken einjagen wird. Man ahnt bereits, dass Enslins Besessenheit vom Leben nach dem Tode etwas mit dem Verlust seiner eigenen Tochter zu tun hat, doch mag sich die Verbindung zu der Welt jenseits der unseren nicht einstellen. Eines Tages findet der Autor eine Postkarte des New Yorker Dolphin Hotels in seinem Postfach vor, ohne ersichtlichen Absender und mit der knappen Botschaft versehen „Don’t enter room 1408“. Klar, dass sich Enslin von dieser Warnung nicht abschrecken lässt – im Gegenteil. Trotz der eindringlichen Beschwörungen des Hotelmanagers Gerald Olin (Samuel L. Jackson), der darauf hinweist, dass bereits 56 Menschen in diesem Zimmer binnen einer Stunde den Tod fanden, besteht Enslin darauf, eine Nacht in dem Zimmer zu verbringen. Anfangs enttäuscht ob der Durchschnittlichkeit des Zimmers merkt der Schriftsteller schnell, dass tatsächlich etwas in Zimmer 1408 nicht stimmt, doch da ist es bereits zu spät…

Ein Hotelzimmer, einen Schauspieler wie John Cusack und eine ganz einfache Geschichte – mehr braucht es nicht für einen guten Horrorfilm. Bemerkenswert hierbei vor allem, dass sich Regisseur Mikael Håfström nach all dem Gemetzel der letzten Zeit weitgehend blutrünstigen Details verschließt und stattdessen mit seinen Bildern und Szenen weitgehend auf den Horror im Kopf des Zuschauers, auf seine Interpretationen, seine Konnotationen und seine Phantasie setzt und mit diesen Elementen spielt. Einfache, aber wirkungsvolle Ideen wie etwa der Radiowecker, der die verbleibende Stunde wie in einem Countdown unbarmherzig bis gegen Null zählt, ein erwachendes Gemälde und natürlich die Dämonen der Vergangenheit, sie alle entwickeln sich zu einem Alptraum, dem sich auch der Zuschauer bis zum Schluss nicht mehr entziehen kann. Genussvoll nimmt sich der Film zudem vieler Klischees und Stereotypen aus anderen Horrorfilmen an und wendet sie ins Ironisch-Absurde. Ein Meta-Horrorfilm der Extraklasse, im wahrsten Sinne des Wortes.

Zimmer 1408

Die letzten Jahre müssen den Fans gepflegter Horrorfilme vorgekommen sein wie eine Ewigkeit – statt niveauvollem Grusel waren es zumeist eher Machwerke der üblen und Ekel erregenden Sorte, die von sich reden machten.
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Meinungen
anton · 13.03.2012

Also, die negativen Kommentare verstehe ich nicht. Sehr guter Gruselfilm, bei dem ein "paranormales Zimmer" reicht, um einen Menschen verrückt macht. Der Film will vorallem zeigen, wo die psyschische Belastbarkeit des Menschen liegt. Sehr zu empfehlen. Werde mir noch das Buch reinziehen, in dem es weitere spannende Kurzgeschichten gibt! Das Buch trägt folgenden Titel: im kabinett des todes

Maleen · 09.05.2010

aller schlechtester horrorfilm den ich je gesehen hab, keine spannung, nicht gruselig und ohne zusammenhänge.
nicht empfehlenswert!

sioux · 02.01.2009

Ich fand den Film sowas von lasch. War einfach nur enttäuscht von der platten "Handlung". Wenn gar nichts mehr zieht, dann kommt wieder der Angriff auf die Tränendrüse, sprich hier - der Tod der Tochter - über den Cusack urplötzlich nicht hinweg kam/kommt. Wirkte völlig inszeniert und an den Haaren herbei gezogen. Wer hier auf gut gemachten Horror wartet, kann den Film getrost weglassen.

Christian · 30.09.2008

Endlich mal wieder ein guter Horrorfilm ! :)
Auf jeden Fall weiter zu empfehlen

Memed · 15.09.2008

Es ist abgefahren wer das film gemacht hat ist der beste Den film find ich einfach cuel und meine familie auch

checker · 13.09.2008

ja der film ist gut am anfang ist er wirklich geil aber dann wiederholt sich die handlung gimmer wieder ich denke trotzdem
der film ist gut felungen aber ein film ist halt ein film und macht keine angst ...

Ben · 30.03.2008

Ich finde den Film sehr gelungen. Ein Horrorfilm wie man ihn gerne hat. Er hat mich gefesselt von der ersten bis zur letzten Minute. Gänsehaut war auch mit dabei, z.B. die Aufnahme am Ende des Films. Aber nach soviel Lob muss auch mal die Kritik rankommen. An manchen Stellen des Films hätte man schon ein bisschen mehr erwarten können. John Cusack hat wieder einmal voll überzeugt und ich hatte das Gefühl als wäre er für diese Rolle geboren worden. Ganz klar 6 Sterne und ich würde diesen Film jeden empfehlen der Genung hat von den Filmen die einfach nur aus Blut bestehen. EINFACH TOP

GUDRUN SAGAWE · 13.01.2008

Ich habe schon etliche schockierende Meisterwerke gesehen, aber ich muss leider sagen, dass mich dieser Film nicht vom Hocker haut, trotzdem ich eigentlich ziemlich schnell zu beeinrucken bin. Wenn ich die Inhaltsangabe nicht gelesen hätte, wüsste ich gar nicht, was sich der Regisseur dabei gedacht hat. Also von extremer Spannung keine Spur! Ziemlich unbefriedigend, weil auch keine Auflösung des Wirrwarrs erfolgt. Da empfinde ich "Resident Evel" auf Game-Cube wesentlich spannender!
Tut mir leid. Gruß Gudrun Sagawe, 57 Jahre

Enslin ^^ · 10.12.2007

Ich fand den Film klasse. Habe lange nicht mehr so einen guten Horrorfilm gesehen.. obwohl dieser Streifen warscheinlich Geschmackssache ist.. Mir hat es nichts ausgemacht das der Film nur in einem Raum gespielt hat..

Blank · 26.10.2007

Der Film hat vor allem in sofern beeindruckt, als dass er sich von allen so "unglaublich spannenden" einfallslosen Horrorfilmen wie z.B. "The Village" abhebt, in denen nur durch laute Geräusche Schock Momente entstehen. Ebenso das doppelt überaschende Ende und die vielen Kleinigkeiten, auf die es zu achten gilt.

yoyoyo · 10.10.2007

Die erste Hälfte des Films war für mich unfassbar spannend. Wärend in der Zweiten diese aufgebaute Spannung und die damit verbundenen Erwartungen nicht erfüllt wurden. Schließlich endete der Film in einem absolut einfallslosen Ende.
Der Trumpf dieses Filmes ist eindeutig John Cusack.

kerimos · 05.10.2007

ich kann mich da jessi nur anschliessen...man geht da mit einer riesen freude in diesem film rein,und wir dann so entäuscht.

mister Filmemann · 04.10.2007

Der Film ist auf jeden Fall was besonderes, nicht immer der gleiche mist wie in den anderen Filmen, auf jeden Fall 9 von 10 Punkten..

Jessi · 03.10.2007

Also ich fand den Film einfach nur megalangweilig... War echt richtig enttäuscht und wäre fast eingeschlafen. Die Schauspieler sind zwar gut, aber die Story einfach nur schlecht!!!

Bianca · 01.10.2007

Genialer Film und spannend bis zur letzten Szene. Einfache Effekte richtig in Szene gesetzt.

· 28.09.2007

einfach superstoff...

Alex · 26.09.2007

Also der Film ist sehr langlebig, mann denkt es passiert was....aber man wartet vergeblich!!! Ich habe schon viele schlechte Filme gesehen aber dieser hier gehört eindeutig zu den schlechtesten!!!!

· 24.09.2007

Der Film ist echt der Hammer... sehr empfehlenswert!

Redfield · 19.09.2007

Wow der Film war einfach hammer, kann mir irgend jemand ähnliche filme empfehlen? ich liebe movies mit geistern und nicht diese "krassen" horrorfilme wo jede menge teenager umgebracht werden, das ist einfach nur langweilig :s

Micha · 18.09.2007

Super film ein film der ohne unnötig viel blut und zombie trash auskommt ein film der sich in den kopf festsetzt und bewirkt das man öfter auf seinen wecker schaut um zu sehn ob nicht 60min rückwärts ablaufen und am ende gibts nochmal gänsehaut garantie
ein muss für alle die noch selbst denken wollen und sich noch auf einen film einlassen können
psycho terror vom feinsten

· 17.09.2007

Super geiler Film. Hat mich von Anfang an sehr gefesselt. Kann ich jedem nur sehr empfehlen.

· 17.09.2007

grusel bis zum Schluss.
Der Regisseur versucht uns weniger mit dem zu verunsichern was wir sehen sondern vielmehr mit dem was wir befürchten

· 15.09.2007

Hilfe, ich hab den Film nicht ganz verstanden :-S

Kommentare

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