Yasmin

Yasmin

Clash of Cultures, Version 2.0

Die junge pakistanische Immigrantin Yasmin (Archie Panjabi) lebt im wahrsten Sinn des Wortes zwischen den Kulturen: Tag für Tag tauscht sie auf dem Weg zur Arbeit ihre weiten Gewänder gegen Jeans und öffnet ihre Haare. Und damit unterscheidet sie sich kaum mehr von den anderen jungen, pakistanischen Frauen in der nordenglischen Industriestadt, in der sie lebt. Doch die Verwandlung wird auf dem Nachhauseweg wieder rückgängig gemacht, in ihrem meist von Pakistanis bewohnten Viertel zeigt sie sich wieder traditionell verhüllt. Dabei ist ihre Familie keineswegs fundamentalistisch, sondern einfach tiefreligiös — ihr Vater ist Wächter der örtlichen Moschee — was ihren jüngeren Bruder Nasir (Syed Ahmed) aber nicht davon abhält, kleine Drogendeals durchzuziehen und mit englischen Mädchen rumzumachen. Und auch Yasmin kommt mit dem Leben zwischen beiden Stühlen eigentlich bestens zurecht, wenn mal einmal davon absieht, dass sie auf den Wunsch ihrer toten Mutter mit ihrem Cousin Faysal (Shahid Ahmed) verlobt wurde. Doch als dieser die Aufenthaltsgenehmigung in der Tasche hatte, war die Ehe auch schon wieder vorbei, und so kann sie heute beinahe unbehelligt ihren Arbeitskollegen John (Steve Jackson) anschwärmen – bis zu jenem unglücksseligen Datum 11. September 2001.

Von da an ändert sich alles: Plötzlich sehen sich Yasmin und ihre Familie rassistischen Angriffen, dümmlichen Hasstiraden und großem Misstrauen ausgesetzt, und ausgerechnet ihr bis dato ziemlich weltlicher Bruder entwickelt sich unter dem Druck der Ereignisse zum fanatischen Muslim. Auch Yasmin sieht sich Pöbeleien ihrer Kollegen und Hausdurchsuchungen der Polizei ausgesetzt, die sich darauf begründen, dass ihr Ex-Mann ausgedehnte Telefonate mit Pakistan geführt habe. Yasmin und ihre Familie müssen sich entscheiden, auf welcher Seite sie nun stehen. Denn ein Zwischendrin scheint es jetzt nicht mehr zu geben. Yasmin entdeckt ihre Wurzeln neu.

Regisseur Kenny Gleenan und Drehbuchautor Simon Beaufoy ist ein genauer und authentischer Blick auf die pakistanische Community in England gelungen, der äußerst differenziert und bisweilen sogar humorvoll die gesellschaftlichen Veränderungen der Immigranten nach dem 9. September 2001 aufzeigt. Während der Arbeit am Skript gelang es ihnen, in die mitunter abgeschottete Gemeinschaft der Pakistani (auch das eine Folge der Terroranschläge von New York und Washington) aufgenommen zu werden und so einen quasi internen Blick auf die Veränderungen zu werfen, was man dem Film deutlich anmerkt. Geschult am sozial engagierten Kino eines Ken Loach ist Yasmin vielleicht einer der wichtigsten britischen Filme der letzten Jahre.

Yasmin

Die junge pakistanische Immigrantin Yasmin (Archie Panjabi) lebt im wahrsten Sinn des Wortes zwischen den Kulturen: Tag für Tag tauscht sie auf dem Weg zur Arbeit ihre weiten Gewänder gegen Jeans und öffnet ihre Haare.

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Meinungen
· 01.06.2008

Sehr guter Film. Der beste Englische den ich kenne.

Kohl · 13.09.2007

Sehr guter Film.
Der beste Englische den ich kenne.

tine · 08.07.2005

sehr emotionaler und bewegender film! endlich ein film zu diesem thema, der in die tiefe geht. ein muss!!!!!!

· 08.07.2005

wunderbarer film..weiter so..

dave-dick · 10.06.2005

Das beste was man zum Thema Islam im Kino sehen kann!

· 28.05.2005

Hervorragender Film! Endlich mal eine "unamerikanische" Sichtweise zu diesem Thema!

Kommentare

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