Wonderful Town

Wonderful Town

Eine Filmkritik von Katrin Knauth

Liebe im Schneckentempo

Das Thailand, das in Aditya Assarats zweitem Film Wonderful Town zu sehen ist, ist nicht das, was wir aus Reisekatalogen kennen. Feinsandige Palmenstrände, kristallklares Wasser, exotische Natur versuchen wir vergeblich.
Der thailändische Regisseur führt uns in eine kleine Küstenstadt, die wenig zu bieten hat und deren Strand noch immer die Spuren der Tsunami-Katastrophe von 2004 zeigt. Eingebettet in diese eher trostlose Umgebung – die Stadt ist längst nicht so wunderbar wie der Titel suggeriert – ist eine sich im Schneckentempo entfaltende Liebesgeschichte zwischen der Hotelbesitzerin Na (Anchalee Saisoontorn) und dem Architekten Ton (Supphasit Kansen). Als die beiden sich körperlich richtig näher kommen, ist der Film fast schon wieder vorbei.

Ton kommt aus Bangkok in die diese kleine Stadt, um den Bau eines neuen Luxushotels am Strand zu observieren. Er selbst übernachtet in einem alten, einfachen Hotel in der Innenstadt, in dem er der einzige Gast zu sein scheint. Er bevorzugt ein einfaches, ruhiges Dasein und wahrscheinlich weil Na, die Hotelbesitzerin, ebenfalls diese Eigenschaft besitzt, verliebt er sich in sie. Asiatisch zurückhaltend beginnt ihre Beziehung, die jedoch durch einen tragischen Zwischenfall plötzlich wieder zerstört wird.

Von Anfang an strahlt der Film eine geheimnisvolle Aura aus, eine seltsame Ruhe, die ein herannahendes Unglück ganz subtil verspüren lässt. Als Ton einmal ein vom Tsunami zerstörtes Haus betritt, ruft ihm ein Bauarbeiter zu, dass es dort spuke. Es lässt einem irgendwie das Gefühl nicht los, dass es an diesem Ort nicht mit rechten Dingen zugeht. Was verbirgt sich hinter der Kulisse? Unter der Oberfläche? Diese Geheimnistuerei ist in allen Elementen des Films wiederzufinden: bei den Figuren, den Schauplätzen, der Handlung. Jeder kann für sich selbst diese Geheimnisse enthüllen.

Wonderful Town

Das Thailand, das in Aditya Assarats zweiten Film Wonderful Town zu sehen ist, ist nicht das, was wir aus Reisekatalogen kennen.
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Meinungen
boris peter · 08.10.2009

vielleicht einer der schönsten liebesfilme aller zeiten, eine echte perle, ein kleines meisterwerk - unbedingt ansehen!

· 16.10.2008

Banale Liebesgeschichte ohne Tiefgang

Kommentare

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