Wir

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Ironisch und stimmig

Mit Wir lieferte Regissuer Martin Gypkens ein mehr als überzeugendes Debüt ab. Gypkens Berliner Reigen, ein stimmungsvolles und doch melancholisches Portrait der heutigen Mitzwanziger kommt als ein Episodenfilm im Stile von Robert Altmanns Short Cuts daher. Wir das sind zehn Bewohner Berlins, alle Mitte 20. Sie suchen nach dem richtigen Job und dem richtigen Partner, sie kämpfen mit Liebeskummer und fehlenden beruflichen Perspektiven, mit unbezahlten Rechnungen und defekten Zigarettenautomaten.
Architekturstudent Florian (Oliver Bokern) hat eine Affäre mit der Künstlerin Petronella (Rike Schmid) an, die seit vier Jahren mit Filmstudent Till (Sebastian Reiß) liiert ist. Florians bester Freund Pit (Jannek Petri) verknallt sich ausgerechnet in Carsten (Knut Berger), der mit Judith (Karina Plachetka) zusammen ist und so dreht sich der Reigen. Ebenso hoffnungsvoll wie ziellos treiben sie alle durch die langen Nächte eines Sommers. Am Anfang mag sich der Zuschauer aufgrund der vielen Darsteller und Handlungsstränge etwas verloren fühlen, doch daran erkennt man Gypkens Talent, es gelingt ihm den Betrachter behutsam mit den Charakteren vertraut zu machen. Und trotz der Vielzahl von Protagonisten zeichnet der Film ein plastisches und ironisches Bild aller Charaktere, was wohl an der Liebe zum Detail liegt, die diese Regiearbeit besonders auszeichnet. Martin Gypkens hat sich mit Wir schlagartig zu einem der hoffnungsvollsten jungen deutschen Regisseure gemacht.

Hervorzuheben ist auch der exzellente und stimmige Soundtrack mit Songs von Gruppen wie 2Raumwohnung und Turntable Rockers.

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Mit Wir lieferte Regissuer Martin Gypkens ein mehr als überzeugendes Debüt ab. Gypkens Berliner Reigen, ein stimmungsvolles und doch melancholisches Portrait der heutigen Mitzwanziger.
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