We All Scream for Ice Cream

We All Scream for Ice Cream

Eine Filmkritik von Renatus Töpke

Der Hauch der Hölle

Die Story dieses kleinen Horrorfilms könnte glatt aus dem reichhaltigen Kosmos eines Stephen King stammen; Freunde von einst müssen es als Erwachsene mit den Schatten ihrer Vergangenheit aufnehmen. Das gab es schon zig Mal beim Bestsellerautoren (Es, Dreamcatcher oder Stand By Me) und tatsächlich wurde ein King-Veteran auf den Regiestuhl gesetzt. Regisseur Tom Holland, der bereits für die King Adaptionen Langoliers und Thinner verantwortlich zeichnete, macht seinen Job routiniert, ohne jedoch der Thematik etwas Neues hinzuzufügen.
25 Jahre nach ihrem letzten Treffen, finden sich die Freunde um Virgil (Colin Cunningham), heute allesamt liebende Familienväter, wieder in ihrem Heimatort zusammen und erinnern sich anlässlich eines Todesfalls an ihre Kindheit. Ein alter Freund ist unter mysteriösen Umständen ums Leben gekommen und man erweist ihm die letzte Ehre. Wobei sämtliche Klischees bedient werden: Da ist der Nerd, der Rowdie von einst, der Coole, der, der immer den Überblick behält etc. Als in den kommenden Tagen immer mehr bizarre Todesfälle zu beklagen sind, wird die Vermutung zur Gewissheit: Der geistig zurückgebliebene Eisverkäufer, den die Freunde damals durch einen Streich versehentlich umgebracht haben, ist zurückgekehrt! Und über die Kinder der heutigen Väter will er Rache an seinen Mördern nehmen.

Stephen Kings Es hat vermutlich einer ganzen Generation die Freude an Clowns verdorben. Und auch hier ist es ein Clown, der den Tod bringt. We All Scream for Ice Cream erfindet das Genre zwar nicht neu, doch immerhin handelt es sich um einen atmosphärischen, hübsch ausgestatteten Gruselfilm, der den Fans der Masters of Horror-Serie munden dürfte. Gute Glibber- und Ekeleffekte runden diesen, eine Stunde langen, Beitrag ab und entschädigen für eher maue Darstellerleistungen. Trotzdem hätte We All Scream for Ice Cream, mit einer 90 Minuten Laufzeit besser werden können. Denn bis auf Hauptperson Virgil bleiben alle Freunde von einst ziemlich blass. Aber was solls, auch so bietet der Film gute Unterhaltung. Bleibt zu hoffen, dass Regisseur Hollands Karriere nun wieder Fahrt auf nimmt. Nach Thinner kam leider nicht mehr viel.

We All Scream for Ice Cream

Die Story dieses kleinen Horrorfilms könnte glatt aus dem reichhaltigen Kosmos eines Stephen King stammen; Freunde von einst müssen es als Erwachsene mit den Schatten ihrer Vergangenheit aufnehmen.
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