Walking On Sunshine

Walking On Sunshine

Eine Filmkritik von Peter Osteried

Das beste Musical des Jahres? Es ist ja auch das einzige in diesem Kinojahr …

Walking on Sunshine ist die Art chick flick, die für die Herren der Schöpfung gänzlich unerträglich wäre, wenn die kitschige Geschichte aalglatt erzählt worden wäre. Indem man sie zum Musical umfunktioniert und die Protagonisten Pop-Hits der 80er Jahre trällern lässt, ist das Ganze zumindest halbwegs unterhaltsam geworden. Die vielen Songs helfen auch, die groben Story-Schnitzer zu kaschieren.
Maddie ist seit ein paar Wochen in Apulien – und will heiraten. Sie hat Raf dort kennengelernt und sich sofort verliebt. Nun lädt sie ihre Schwester Taylor ein, die sie bei der Hochzeit unbedingt dabei haben will. Taylor war drei Jahre zuvor schon einmal in Apulien – und hatte eine Urlaubsromanze mit Raf. Davon weiß Maddie aber nichts, was Taylor auch so belassen will. Aber es fällt ihr immer schwerer, so zu tun, als sei ihr das alles egal, denn natürlich ist sie unsterblich in Raf verliebt.

Märchenhaft ist das alles, und das längst nicht nur, weil am Ende jeder den kriegt, den er schon immer wollte, sondern vor allem auch, da die Figuren in einer Art Kokon leben, der weit weg von der realen Welt aufbewahrt wird. Hier wird auf eine Art über Liebe schwadroniert, bei der man mehr als einmal den Kopf schütteln muss. Immerhin wollen zwei der Hauptfiguren nach fünf Wochen heiraten und sind sicher, dass das, was sie füreinander empfinden, die ganz, ganz große Liebe ist. Das Ende straft diese Meinung Lügen. Ein Spoiler? Natürlich nicht, Walking on Sunshine ist so sehr nach Schema F gestaltet, dass man als Zuschauer den Figuren immer meilenweit voraus ist.

Alle anderen Figuren leben in einer Happy-Go-Lucky-Blase. Hier gibt es keinen Ärger, keinen Stress, auch keine Arbeit, das Leben ist einfach ein niemals endender Urlaub vor malerischer Kulisse. Optisch gibt es hier nichts zu mäkeln. Apulien zeigt sich von seiner besten Seite, für die Darstellerinnen gilt dies ebenso. Singen können sie auch, die Tanzchoreographien sind hübsch anzusehen, so ganz springt der Funke dann aber eben doch nie über.

Gefällig ist Walking on Sunshine aber auf jeden Fall. Dass unverbrauchte Gesichter zum Einsatz kommen, ist ein Pluspunkt. Der bekannteste Name – Leona Lewis in ihrem Schauspieldebüt – bleibt unaufdringlich. Sie fällt nicht unangenehm auf. Tatsächlich hätte man ihr ruhig noch etwas mehr zu tun geben können. Denn gesanglich steckt sie ihre Kolleginnen in die Tasche, abgesehen vom Titelsong bleibt sie aber zumeist im Hintergrund.

In Sachen Humor kann dieses Musical nicht punkten. Die Komik ist eher peinlich, aber all das wird durch tolles Urlaubsfeeling halbwegs wettgemacht. Und wenn die Protagonisten in Gesang und Tanz ausbrechen, dann müsste man schon so emotional wie ein Stein sein, um nicht mit den Beinen mitzuwippen.

Walking On Sunshine

"Walking on Sunshine" ist die Art chick flick, die für die Herren der Schöpfung gänzlich unerträglich wäre, wenn die kitschige Geschichte aalglatt erzählt worden wäre. Indem man sie zum Musical umfunktioniert und die Protagonisten Pop-Hits der 80er Jahre trällern lässt, ist das Ganze zumindest halbwegs unterhaltsam geworden. Die vielen Songs helfen auch, die groben Story-Schnitzer zu kaschieren.
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Meinungen
Marieeee · 18.11.2014

Suuuuper Film,einfach nur zum empfehlen für jedermann !!!!!!!! Der beste Film allermeisten reingehhhhhnnnnnn!!!!!!!!!!

Kommentare

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