Von Sängern und Mördern

Von Sängern und Mördern

»Ich nenne den Raum hier: Den Tempel der Musik«, erklärt Maxim – im Rollstuhl sitzend – bei der Musikaufnahme im improvisierten Studio aus Eierkartons. Täglich tragen ihn befreundete Gefängnisinsassen hierher, wo er zumindest für einen Song seine trostlose Umgebung vergisst. Der Ex-Marihuana-Transporteur sitzt seit sechs Jahren in Haft – und ebenso lange nimmt er am »Roten Holunder« teil: Dem populärsten Gesangswettbewerb Russlands, in dem verurteilte Interpreten wöchentlich ein Millionenpublikum im Radio begeistern.
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