Tower Block

Tower Block

Eine Filmkritik von Peter Osteried

Zwölf Mieter, ein Scharfschütze, keine Fluchtmöglichkeit

Britische Filmemacher entdecken die grauenhaften Hochhausbauten der 1960er und 1970er Jahre für sich – und als Möglichkeit, sie spannend einzusetzen. In Tower Block ist es ein fast allein auf weiter Flur stehender Turm, in dem kaum noch jemand lebt. Aber ein paar Mieter sind noch da, die jedoch nichts tun, als ein junger Mann an ihre Türen klopft und um Hilfe schreit. Kurz darauf wird er tot aufgefunden.
Einige Zeit später werden die Mieter in ihren Wohnungen attackiert. Ein Scharfschütze von einem mehrere hundert Meter entfernten Wohnturm schießt in ihre Wohnungen. Mehrere Menschen werden sofort getötet, alle anderen fliehen in den Hausflur. An Flucht ist nicht zu denken: Das Telefon ist gekappt, der Lift geht nicht, die Treppe ist von außen einsehbar und der Ausgang versperrt. Wer ist hinter ihnen her und wie können die Bewohner dem Scharfschützen entkommen.

Das ist die spannende Frage. Und spannend ist Tower Block in der Tat. Was die Logik angeht, sollte man jedoch verzichten, den Film darauf abzuklopfen. Gleiches gilt für den Lageplan von Wohnungen und Dach, da es den Anschein hat, dass der Scharfschütze auch aus Winkeln feuern kann, die unmöglich sind. Wer sich daran stört, wird am ganzen Film keine Freude haben. In der Beziehung muss man deutliche Zugeständnisse machen, was insofern leicht fällt, da die Geschichte mit Schmiss erzählt ist. Die Figuren sind zwar allesamt nur Schablonen und die solchen Situationen angemessene Mischung aus guten und schlechten Menschen, aber sie reiben sich gut aneinander, so dass neben äußeren auch innere Konflikte auftreten. Das stärkt die dramatische Stimmung des Films und sorgt so dafür, dass die knapp 90 Minuten wie im Flug vergehen.

Noch einmal haarig wird es jedoch zum Ende hin. Denn die Enthüllung, wer der Scharfschütze ist, könnte abstruser kaum sein. Aber auch hier gilt: Schwamm drüber. Immerhin hat Tower Block bis dahin ganz gut unterhalten, da darf man auch mal ein Auge zudrücken.

Tower Block

Britische Filmemacher entdecken die grauenhaften Hochhausbauten der 1960er und 1970er Jahre für sich – und als Möglichkeit, sie spannend einzusetzen. In "Tower Block" ist es ein fast allein auf weiter Flur stehender Turm, in dem kaum noch jemand lebt. Aber ein paar Mieter sind noch da, die jedoch nichts tun, als ein junger Mann an ihre Türen klopft und um Hilfe schreit. Kurz darauf wird er tot aufgefunden.
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