Tokyo Fist

Tokyo Fist

Eine Filmkritik von Renatus Töpke

Fight Club auf japanisch?

Tokyo Fist ist ein kranker Film. Und wirbt damit, als wäre er der japanische Fight Club. Doch weit gefehlt.
Der lethargische Versicherungsvertreter Tsuda und seine gelangweilte Frau Hizuru bekommen die Möglichkeit des Ausbruchs aus ihrer kleinen, dahin dümpelnden Existenz: Ein ehemaliger Klassenkamerad Tsudas taucht unerwartet auf. Der ist mittlerweile Profiboxer und weiht seinen Schulfreund in die Kunst des blutigen Schlagabtauschs ein. Gleichzeitig macht er sich ohne Scham an Hizuru ran und führt langsam alle Beteiligten bis weit über die Schmerzgrenze hinaus. Willkommen im Fight Club (für Arme)…

Das Tokyo Fist, obwohl drei Jahre vor David Finchers Meilenstein gedreht, der schwächere Film, trotz eines ähnlichen Themas ist, liegt vor allem an der zu plakativen Gewaltdarstellung, den zu drastischen Sexeskapaden und vor allem am japan-typischen Over-Acting. Ein weiteres Manko sind die ständigen Einbrüche. Sprich, der Film schafft es nicht, die Spannung und das Interesse an den Figuren aufrecht zu erhalten. Und so etwas ist fatal – vor allem, wenn der Film sowieso schon dank der oben genannten Mängel hinkt.

Tokyo Fist

Tokyo Fist ist ein kranker Film. Und wirbt damit, als wäre er der japanische Fight Club. Doch weit gefehlt.
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