TKKG – Das Geheimnis um die rätselhafte Mind-Machine

TKKG – Das Geheimnis um die rätselhafte Mind-Machine

Eine Filmkritik von Joachim Kurz

Forsche Jugend? Jugend forscht!

Im Vergleich zu ausländischen Kinderbüchern und deren medialen Umsetzungen hatten es deutsche Produkte für die gleiche Zielgruppe immer vergleichsweise schwer. Neben der stilbildenden Enid Blyton und den mittlerweile zum Kult avancierten 3 ??? nahmen sich deutsche Kinderhelden wie TKKG stets wie gezähmte und bundesrepublikanisch-brave Klone der Vorbilder aus England und den USA aus. Möglicherweise erklärt ja gerade das den Erfolg von Tim, Karl, Klößchen und Gabi – kurz TKKG – nebst Cockerspaniel Oscar. Es war also nur eine Frage der Zeit, wann die vier jugendlichen Detektive wiederbelebt werden würden. Dass nun ausgerechnet Constantin Film TKKG als Kinofilm auf die deutschen Leinwände bringt, darf kaum mehr verwundern, schließlich ist der Münchner Filmverleiher und Produzent schon lange äußerst geschickt darin, Kinderstoffe und andere literarische Vorlagen cineastisch aufzuarbeiten. Und der Erfolg gibt Constantin anscheinend recht, zumal die Auswahl den Erfolgsfall beinahe schon garantiert.
In TKKG – Das Geheimnis um die rätselhafte Mind-Machine entwickelt Kevin Sudheim (Hauke Diekamp), der Mitschüler des smarten Quartetts, eine Mind-Machine, mit der jeder noch so schlicht ausgestattete Geist plötzlich zum geistigen Überflieger wird. Klar, dass ein solcher Apparat allerlei seltsame Gestalten anlockt. Als dann auch noch einige Kinder verschwinden, wittern Tim, Karl, Klößchen und Gabi einen Zusammenhang mit Kevins gefährlicher Erfindung und machen sich auf den Weg, um das Geheimnis zu lüften, unterstützt von Gabis Vater (Jürgen Vogel) und dem beliebten Lehrer Jürgen Manek (Ulrich Noethen).

Trotz bekannter Schauspieler wie Jürgen Vogel, Ulrich Noethen und Heinrich Schafmeister atmet TKKG – Das Geheimnis um die rätselhafte Mind-Machine den behäbigen Geist der öffentlich-rechtlichen Fernsehens, da helfen auch keine Tricks und pseudomodernen Computerspielereien. Keine Spur von jugendlicher Rebellion oder anderen Problemen der (Prä-)Pubertät, stattdessen sind die vier TKKGler kreuzbrave Kids, die im Grunde harmlose Detektivspielchen veranstalten. Das mag für manche Eltern beruhigend wirken, hat aber etwas merkwürdig Altbackenes und Unvergnügliches an sich, einzig Klößchens trotteliger Chauffeur (Heinrich Schafmeister) sorgt für einige Lacher. Unglücklicherweise ist die Geschichte auch nicht wirklich spannend und sorgt für wenig Überraschendes. Die Kids von Heute sind anderes gewohnt, und ob TKKG – Das Geheimnis um die rätselhafte Mind-Machine jenseits der kleinen Kinogänger bis zum Alter von zehn Jahren größere Kinder oder gar Jugendliche ins Kino locken kann, ist mehr als fraglich.

TKKG – Das Geheimnis um die rätselhafte Mind-Machine

Im Vergleich zu ausländischen Kinderbüchern und deren medialen Umsetzungen hatten es deutsche Produkte für die gleiche Zielgruppe immer vergleichsweise schwer.
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Meinungen
mickey · 07.10.2006

Ich habe den Film mit meinem Sohn gesehen. Wir fanden ihn beide super! Spannend und aus meiner Perspektive beste Familienunterhaltung. Sehr gefallen hat mir auch, dass die TKKG-Figuren einfühlsam und nicht zu klischeehaft entwickelt sind. Besonders Tim, der kein Aktionheld sein muss, und Gaby, die in ihren Stärken als Mädchen gegen jedes Püppchen-Klischee einsteht, haben mir besonders gefallen. Aber, wie es auch sein muss, alle vier sind so gut gespielt und in ihren Charakteren so angelegt, dass keiner von ihnen fehlen kann!
Nun ja, der Film war schon so spannend, dass ich mir nicht sicher bin, wie 6jährige reagieren werden. Aber ab 8 werden alle gepackt sein und es dennoch "verkraften"! Viel Erfolg für dieses gute Jugendkino!!!

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