Thor - Ein hammermäßiges Abenteuer

Thor - Ein hammermäßiges Abenteuer

Eine Filmkritik von Peter Osteried

Wo hängt der Hammer?

Die Produktion aus dem Jahr 2011 kommt nun ins Kino, weil sich der Verleih in Zeiten des Marvel-Superhelden Thor wohl etwas Aufmerksamkeit verspricht. Der Animationsfilm hat damit zwar kaum was gemein, die Grundlagen der nordischen Sagenwelt rund um Odin und Thor werden hier jedoch augenzwinkernd verarbeitet.
Der Schmied Thor ist der Sohn des Göttervaters Odin. Eigentlich möchte er ein Krieger werden, aber irgendwie sieht es nicht so aus, als würde sein Wunsch in Erfüllung gehen. Doch dann kommt er aufgrund wundersamer Zufälle in den Besitz eines magischen Hammers, der zu ihm spricht und ihm als Waffe dient, als Giganten sein Dorf angreifen. Thor muss sich dem Bösen stellen, sich seines Vaters würdig erweisen und der Krieger werden, der er immer sein sollte.

Thor – Ein hammermäßiges Abenteuer geht im direkten Vergleich mit amerikanischen computeranimierten Filmen unter. Das liegt weniger an der Animation selbst, die durchaus in Ordnung ist, auch wenn die filigranen Details, wie man sie etwa von Pixar kennt, hier nicht gegeben sind. Vielmehr ist es die Geschichte, die nicht richtig in Gang kommt. Der Film zielt auf Kinder ab, vergisst dabei jedoch, auch das erwachsene Publikum mitzunehmen. So gibt es zwar durchaus Szenen, die schmunzeln lassen, etwa die Art, wie die Opfergaben der Menschen die Götter erreichen, zu oft jedoch ergeht sich dieses nordische Abenteuer in Albernheiten, die aus dem Film herausreißen. Bestes Beispiel hierfür ist der französische Koch in Walhalla, der im wahrsten Sinne des Wortes deplatziert erscheint.

Mit den großen Vorbildern aus Übersee mag Thor – Ein hammermäßiges Abenteuer nicht mithalten können, für ein Publikum der Unter-Zehnjährigen ist aber sicherlich genug geboten. Allein, wenn man die Wahl zwischen diesem und einem der vielen anderen Animationsfilme hat, mag die Entscheidung nicht für den Odinsohn fallen. Letzten Endes ist Thor – Ein hammermäßiges Abenteuer auch im (günstigeren) Heimkino besser aufgehoben. Dort wird die Koch-Media-Präsentation auch sehr schnell aufschlagen.

Thor - Ein hammermäßiges Abenteuer

Die Produktion aus dem Jahr 2011 kommt nun ins Kino, weil sich der Verleih in Zeiten des Marvel-Superhelden Thor wohl etwas Aufmerksamkeit verspricht. Der Animationsfilm hat damit zwar kaum was gemein, die Grundlagen der nordischen Sagenwelt rund um Odin und Thor werden hier jedoch augenzwinkernd verarbeitet.
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