The Thompsons

The Thompsons

Eine Filmkritik von Peter Osteried

Keine Glitzer-Vampire

Im Jahr 2006 mischten die Butcher Brothers mit The Hamiltons die Festivalszene auf. Ihre eigensinnige Vampir-Geschichte polarisierte. Mit der Mixtur aus Splatter und Arthaus stießen sie so manchen vor dem Kopf. Nicht wenige fanden den Low-Budget-Film jedoch erfrischend. Nun gibt es mit The Thompsons das Sequel.
Es ist einige Zeit vergangen, seit die Hamiltons das letzte Mal auffielen. Als es doch wieder passiert, müssen sie das Land verlassen. In England agieren sie als die Thompsons, wobei die ungewöhnliche Vampir-Familie schon bald ganz neue Probleme hat. Denn in der alten Welt saugen Vampire auch gerne mal andere Blutsauger aus. So entbrennt ein gnadenloser Kampf zwischen zwei Vampir-Clans.

Anders als üblich ist dies kein Sequel, das dieselbe Geschichte erzählt, nur irgendwie größer und spektakulärer. Tatsächlich ist The Thompsons inhaltlich als auch von der Tonalität gänzlich anders. Das Mysteriöse des Originals ist nicht länger gegeben. Stattdessen wohnt man dem Kampf zweier Vampir-Clans bei. Es dauert, bis es dazu kommt. Das hat das Sequel mit dem Original gemein. Die Filmemacher lassen dem Zuschauer Zeit, die Figuren kennenzulernen.

The Thompsons funktioniert dabei für sich stehend, aber es schadet sicherlich nicht, wenn man The Hamiltons zuvor gesehen hat. Der Film gebärdet sich dabei nicht wie ein typischer Vampir-Stoff. Das hat er mit dem Vorgänger gemein. Die Hamlitons sind Blutsauger, die weder mit Dracula noch mit den Twilight-Glitzer-Vampiren verwandt sind. Wenn man sie in der filmischen Vampir-Historie verorten will, dann sind sie Brüder im Geiste von George Romeros Martin, nur dass der Wahnsinn Teil ihres Seins und nicht Katalysator ihrer Taten ist.

Der interessante Genre-Mix geizt nicht mit Sex und Gewalt, ergeht sich aber auch nicht darin. Wie schon beim Erstling gilt auch hier: Arthaus für Horrorfans.

The Thompsons

Im Jahr 2006 mischten die Butcher Brothers mit „The Hamiltons“ die Festivalszene auf. Ihre eigensinnige Vampir-Geschichte polarisierte. Mit der Mixtur aus Splatter und Arthaus stießen sie so manchen vor dem Kopf. Nicht wenige fanden den Low-Budget-Film jedoch erfrischend. Nun gibt es mit „The Thompsons“ das Sequel.
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