The Last Seven

The Last Seven

Eine Filmkritik von Renatus Töpke

Freunde apokalyptischer Filme könnten bei The Last Seven auf ihre Kosten kommen. Die Erzählweise ist sehr ruhig, hin und wieder gibt es eruptive Gewaltentladungen oder Schreckmomente und die üblichen Konflikte und Psychospielchen zwischen den Protagonisten. Das Ganze wird unterfüttert mit befremdlichen Rückblenden, die zu Anfang keinen Sinn ergeben und erst gen Ende etwas klarer werden. Doch ein rundes Ganzes ergibt The Last Seven leider nie. Was auch daran liegt, dass man nur schwer Zugang zu den Protagonisten findet. Zu unsympathisch, oberflächlich und klischeehaft sind sie gezeichnet.
Anzugträger William wacht auf der Straße aus einer Ohnmacht auf. Was er vorfindet, lässt ihn erschauern: Ganz London ist entvölkert! Aus der Ungläubigkeit wird blanke Angst, dann Panik – bis nach und nach sechs weitere verlorene Seelen hinzukommen. Gemeinsam versucht man herauszufinden, was los ist. Doch das ist schwerer als erwartet, hat doch jeder der Sieben sein Gedächtnis verloren. Erst bruchstückweise kommt es zurück und offenbart ein Schreckensszenario…

Ähnlich eines Quiet Earth wird in The Last Seven erzählt, wie normale Menschen mit der Situation umgehen, dass sie die letzten Menschen auf der Erde sind. Das dabei Misstrauen und Hackordnung ein wichtiger Aspekt sind, wird wieder einmal schnell klar. Doch mit dem Auftauchen eines Unbekannten mit verbundenen Augen und schwarzer Kapuze, kommt ein seltsames Mystery-Element hinzu, das eher stört, als erweitert oder ergänzt. Man will zwar wissen, was denn nun überhaupt los ist, doch ist die Auflösung irgendwie unbefriedigend. Verständnishilfe liefert zwar das Making Of, doch nicht jeder schaut sich so etwas an… Auch stimmt das Name Dropping mit Danny Dyer (Doghouse) eher negativ. Der hat nämlich effektiv nur eine Minute Screentime und das auch noch so gut wie unkenntlich. Schade.

Bleibt ein gut gemeinter, phasenweise spannender Endzeit-Thriller, der gut gespielt, schön gefilmt und ambitioniert gedacht ist. Jedoch ob der martialischen Marketing-Richtung („erinnert an 28 Days Later…“ – beide Filme spielen in London, mehr nicht) nicht die Erwartungen erfüllt und somit eher enttäuscht. Aber als kleiner Endzeitfilm kann man The Last Seven guten Gewissens ausleihen.

The Last Seven

Freunde apokalyptischer Filme könnten bei „The Last Seven“ auf ihre Kosten kommen. Die Erzählweise ist sehr ruhig, hin und wieder gibt es eruptive Gewaltentladungen oder Schreckmomente und die üblichen Konflikte und Psychospielchen zwischen den Protagonisten.
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