The Champ

The Champ

Eine Filmkritik von Renatus Töpke

Der erste Gedanke war, dass es sich bei The Champ um einen weiteren Sportfilm handelt, für den sich die Amerikaner immer wieder erwärmen können. Speziell der Boxfilm ist mit Das Comeback, Million Dollar Baby oder Hurricane in den letzten Jahren gut bedient worden. Vom grandiosen Rocky Balboa-Comeback ganz zu schweigen. Mit The Champ liefert Regisseur Rod Lurie (Die letzte Festung) einen hoch emotionalen Film über gescheiterte Träume, Erwartungen und Freundschaft ab. Auch können die beiden Hauptdarsteller Samuael L. Jackson (Stirb langsam – Jetzt erst recht) und Josh Hartnett (Faculty, Sin City) endlich wieder ihr Talent beweisen und sich gegenseitig an die Wand spielen. Besonders Jackson gibt den tattrigen Ex-Champion mit größter Spielfreude und man fragt sich, ob das der selbe Jackson ist, der immer wieder den coolen Motherfucker in Filmen wie Jackie Brown und Snakes on a Plane spielt. Und ja; er kann richtig gut spielen, wenn er will.
Eric Kernan (Hartnett) strebt die selbe Karriere wie sein berühmter Dad an: Sportreporter bei der Denver Times. Doch es geht nicht so recht voran und Eric dümpelt im Mittelmaß dahin. Doch eines Tages trifft er nach einem Boxkampf auf den gerade zusammengeschlagen wordenen ‚Champ‘. Dieser sogenannte ‚Champ‘ ist ein Obdachloser, den Eric schnell als Bob Satterfield identifiziert. Satterfield war einst die Nummer drei der Weltrangliste und gilt seit Jahren als tot. Eric sieht seine große Story, beginnt zu recherchieren und läuft zu Höchstform auf. Tatsächlich wird die Geschichte in der Extrabeilage der Denver Times als Titelstory gefeatured – und Eric wie Bob stehen plötzlich im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses. Bis Zweifel an der Wahrheit der Identität des ‚Champs‘ aufkeimen…

Eine ruhige, bewegende Parabel auf das Leben und das es immer anders kommt, als man denkt, ist The Champ geworden. Das bedächtige Erzählen wird immer wieder durch Rückblenden in den Ring aufgelockert, nie wird es langweilig. Die großartigen Schauspieler, auch bis in die letzten Reihen namhaft besetzt mit z.B. Peter Coyote, Teri Hatcher und Alan Alda, sind eine Augenweide. Zwar droht man mehr als einmal in die Rührseligkeit abzurutschen, doch für Freunde des Sportfilms ist The Champ genau das Richtige. Aber auch jeder, der einfach nur einen guten Film sehen will, der ohne viele Klischees auskommt und das Herz berührt, wird bestens bedient.

The Champ

Der erste Gedanke war, dass es sich bei „The Champ“ um einen weiteren Sportfilm handelt, für den sich die Amerikaner immer wieder erwärmen können. Speziell der Boxfilm ist mit „Das Comeback“, „Million Dollar Baby“ oder „Hurricane“ in den letzten Jahren gut bedient worden.
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