The Breed

The Breed

Eine Filmkritik von Renatus Töpke

Intelligente Köterjagd

Wes Craven – dieser Name steht bei Horrorfilmfans hoch im Kurs. Hat er nicht mit The Hills Have Eyes, A Nightmare on Elm Street oder Scream das Horror-Genre geprägt wie nur wenige andere. Bei The Breed steht sein Name groß über dem Titel, doch was auf den ersten Blick wie ein neuer Craven aussieht, ist pures Name-Dropping. Es ist Nick Mastandrea, Cravens langjähriger Regieassistent, der hier sein Debüt als Spielfilmregisseur gibt. Und es hätte weit schlechter werden können, wenn Papa Craven nicht seine schützenden Hände über den Film gehalten hätte. Dass es nämlich auch schief gehen kann, wenn Craven einem seiner Schützlinge zum Regiedebüt verhilft, zeigte bereits schon Dracula 2000. Hier durfte sich Patrick Lussier, Cutter von zum Beispiel Scream 1 – 3 und dem missratenen Cursed - Verflucht, austoben.
In The Breed landet eine Gruppe von Twens um die miteinander konkurrierenden Brüder Matt und John auf einer Insel, um dort ein paar entspannte Tage in der alten Blockhütte der Familie zu verbringen. Als ein Welpe auftaucht, sind alle noch verzückt von dem knuddeligen Hündchen. Doch bald stellt sich heraus, dass es noch mehr von der Sorte gibt – nur in groß. Und zum Kuscheln ist von denen keiner aufgelegt…

Klingt nach 1970er Jahre Tierhorror, ist es auch. Nur eben 2006 gedreht. Schön in diesem Zusammenhang der augenzwinkernde Wink in Richtung Stephen Kings Klassiker Cujo, in dem ein tollwütiger Bernhardiner Amok läuft. Was die Hunde auf der Insel nun zu blutrünstigen Bestien machte und wer von den fünf Freunden überlebt, soll hier nicht verraten werden. Tatsache ist, dass The Breed trotz einiger Vorhersehbarkeiten und manch dämlichem Dialog solide Genrekost verspricht und mit allerlei Filmzitaten (Die Vögel, Zombie) aufwartet. Unfreiwillig komische Momente (die Hunde auf dem Wasserflugzeug) werden durch stringente Dramaturgie und nette Action weitestgehend wettgemacht. Leider sind die Charaktere so platt, wie es in diesem Genre üblich ist. Aber warum es wieder ein notgeiler Schwarzer sein musste, der den Nerv-Faktor nach oben treibt, das wird wohl ein Geheimnis der Autoren bleiben.

The Breed

Wes Craven – dieser Name steht bei Horrorfilmfans hoch im Kurs. Hat er nicht mit "The Hills Have Eyes", "A Nightmare on Elm Street" oder "Scream" das Horror-Genre geprägt wie nur wenige andere.
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