Tanz der Vampire

Tanz der Vampire

Eine Filmkritik von Marie Anderson

Dienstag, 25. Oktober 2011, 3sat, 20:15 Uhr

Halloween naht, und die Fernsehprogramme stellen sich inhaltlich bereits im Vorfeld auf diese auch hierzulande zunehmend zelebrierte gruselige Unruhnacht ein. In diesem Rahmen darf natürlich der humorige Klassiker „Tanz der Vampire“ von Roman Polánski aus dem Jahre 1967 nicht fehlen, der mit seinem schnodderigen Horror zu den eingängigen Erinnerungen ganzer Generationen von Fernsehzuschauern gehört.
Es ist der Kampf gegen den Vampirismus und seine blutrünstigen Repräsentanten, dem sich der betagte und nicht minder kauzige Professor Abronsius (Jack MacGowran) verschrieben hat, auch wenn er mit dieser Passion lediglich den Spott seiner Wissenschaftskollegen erntet. Gemeinsam mit seinem jungen, furchtsamen Assistenten Alfred (Roman Polánski) macht er sich in die Karpaten Transsylvaniens auf, um dort in eindeutiger Absicht ihrer Eliminierung die Subjekte seiner abgrundtiefen Abneigung aufzuspüren. In der verschneiten Gegend steigen der Professor und sein Gehilfe in einem kleinen Gasthof ab, und bald zeigen sich auch mit reichlich Knoblauch und Kreuzen als Abwehrfetische bei der ländlichen Bevölkerung deutliche Anzeichen auf die bedrohliche Gegenwart von Vampiren in der Region.

Während Abronsius sich mit Holzpflock und Hammer für die traditionelle Ausschaltung der blutsaugenden Wesen wappnet und die Umgebung inspiziert, interessiert sich Alfred viel mehr für die reizende Sarah (Sharon Tate), die Tochter des Wirts (Alfie Bass), die jedoch bald darauf vom verdächtigen Grafen von Krolock (Ferdy Maine) auf sein feudales Schloss entführt wird, wo eine rauschende Ballnacht mit einschlägigen Gästen aus der Vampir-Sozietät vorbereitet wird. Keine Frage, dass der Professor und Alfred sich gut gerüstet dorthin begeben, um Sarah zu retten und gleichzeitig der dort versammelten Gesellschaft, vor allem Graf von Krolock und seinem mondänen Sohn Herbert (Iain Quarrier), mehr als nur auf die spitzen Zähne zu fühlen …

Eine höchst herrliche Hommage an die gute alte Körper- und Situationskomik stellt Tanz der Vampire mit seinen zahlreichen Slapstick-Sequenzen und mimischen Ausdruckselementen dar, deren sanfter bis derber Zynismus die allseits bekannten Dimensionen vampirischer Welten aufs Korn nimmt. Wenn Abronsius in seine steifgefrorenen Hosen springt, Alfred vom allzu zutraulichen Herbert von Krolock durch das Schloss gejagt wird oder beim großen Ball im Spiegel allein der Professor und sein Assistent von der illustren Tanz-Gesellschaft sichtbar bleiben, sind das unvergessene Szenen einer einzigartigen Grusel-Komödie mit krudem Charme, die immer wieder einmal bestens zu unterhalten versteht.

Tanz der Vampire

Halloween naht, und die Fernsehprogramme stellen sich inhaltlich bereits im Vorfeld auf diese auch hierzulande zunehmend zelebrierte gruselige Unruhnacht ein. In diesem Rahmen darf natürlich der humorige Klassiker „Tanz der Vampire“ von Roman Polánski aus dem Jahre 1967 nicht fehlen, der mit seinem schnodderigen Horror zu den eingängigen Erinnerungen ganzer Generationen von Fernsehzuschauern gehört.
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