Solstice

Solstice

Eine Filmkritik von Renatus Töpke

In den Sümpfen des Südes

Ein fieser Backwood-Grusler ist Solstice, der vierte Spielfilm von Blair Witch Project-Co-Regisseur Daniel Myrick, geworden. Neben einer stilsicheren Regie, feinen Gruseleffekten und einer guten Location sind es die hübsch anzusehenden Jungdarsteller, die zu überzeugen wissen und über manche Ungereimtheit bzw. Vorhersehbarkeit hinwegsehen lassen.
Um den plötzlichen Freitod ihrer Zwillingsschwester zu verarbeiten, fährt die junge Megan mit vier Freunden ins Landhaus der Eltern. Hier, in den Sümpfen bei New Orleans, werden erstmal wieder viele Erinnerungen an die tote Zwillingsschwester heraufbeschworen, doch deren Ex Christian ist auch da und tröstet Megan. Der Junge ist auch etwas durch den Wind und so gibt man sich gegenseitig Halt. Bald mehren sich jedoch unheimliche Geschehnisse wie Autos, die nachts ihr Licht einschalten, Schlüssel, die – eben noch weggeräumt - wieder auftauchen und gruselige Albträume. Nick, der im kleinen Tante Emma Laden in der Nähe jobbt, kennt sich mit solcherlei Dingen etwas aus und überredet die jungen Leute zu einer Art Seance. Keine gute Idee. Was will der unheimliche Schatten, der immer wieder auftaucht? Was verbirgt sich im Sumpf? Und was führt der alte Redneck Leonard im Schilde? Die Antworten sind nicht immer erfreulich.

Die Besetzung ist nicht nur gut gewählt, auch können die Jungdarsteller allesamt erfreulich gut spielen (allen voran Tyler Hoechlin als Nick, bekannt geworden als der Sohn von Tom Hanks in Road to Perdition). Auch ist das Drehbuch frisch und lebensnah (wenn das bei solch einer Geschichte möglich ist), die Regie straff und doch mit lockeren Zügeln und es ist eine Freude den alten Full Metal Jacket Drill Sergant Hartman R. Lee Ermey mal wieder in einem guten Film zu sehen.

Solstice ist ein feiner Grusler, wenn sich die Freundin mal wieder an einen kuscheln soll. Nicht zu blutig (warum ist Solstice eigentlich erst ab 18 freigegeben?), schön atmosphärisch und toll gefilmt.

Solstice

Ein fieser Backwood-Grusler ist Solstice, der vierte Spielfilm von Blair Witch Project-Co Regisseur Daniel Myrick, geworden.
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