Sky Fighters

Sky Fighters

Eine Filmkritik von Renatus Töpke

Über den Dächern von Paris

Obacht: Dieser Fliegerfilm ist nicht mit Rob Cohens letztjährigem Star-Vehikel Stealth zu verwechseln. Sky Fighters bietet so einiges mehr fürs Geld.
Bei einer Flugshow wird eine sündhaftteure Mirage 2000 entführt. Die tollkühnen Piloten-Buddies Antoine Marchelli (Benoît Magimel) und Sebastien Vallois (Clovis Cornillac) sollen die Sache unter Kontrolle bringen. Doch als der entführte Jet das Feuer eröffnet, pusten sie ihn kurzerhand vom Himmel. Leider hält sich die Begeisterung der Vorgesetzten in Grenzen. Speziell der sexy Regierungsabgeordneten Maelle Coste sind die Heißsporne ein Dorn im sonnenbebrillten Auge…

Das die Charaktere (speziell die der Buddies) schablonenhaft sind und zu oft genau so agieren, wie man es erwartet, ist nur zu Anfang nervig. Dafür sind die Nebenfiguren um einiges fassettenreicher, als erwartet und die Flugstunts teilweise regelrecht haarsträubend. Kein Wunder, sind sie doch weitestgehend "echt" und nicht - wie bei Stealth - CGI-Gespinste. Auch funktionieren die meisten der Gags und Kalauer der toughen Fliegermänner und –frauen.

Leider fällt der Soundtrack aus dem Rahmen. Nicht das die eingestreuten Songs schlecht wären, doch manchmal wird man das Gefühl nicht los, dass sie nur auf das Geschen draufgeklatscht wurden. Der Rhythmus fehlt einfach. Eigentlich sollte der Name Top Gun nicht fallen, doch an dieser Stelle ist es nötig: Bei diesem wurden die Songs zum Grossteil extra für den Film geschrieben und waren so ein nicht unwesentlicher Bestandteil der Dramaturgie und des Geschehens und spiegelten die Gefühle der Figuren wider. Weiterer Wehmutstropfen sind manche, verstümmelt erscheinenden Szenen, die holprig beginnen und abrupt enden. Da wurde wohl etwas zu ruppig gekürzt. Und "Antoine, ich brauche dich!" ohne erkennbaren Grund vom Stapel zu lassen, zeugt nicht von tiefer Emotionalität.

Klingt negativ? Es sei noch einmal betont, dass es sich bei Sky Fighters um einen gutklassigen Actioner handelt, der neben den üblichen Fliegerfilmklischees mit Ironie und guten Einfällen glänzt und einem erneut die Frage in den Sinn treibt, warum wieder einmal eine französische Produktion etwas schafft, was einer deutschen versagt bleibt: Nämlich zu unterhalten.

Sky Fighters

Obacht: Dieser Fliegerfilm ist nicht mit Rob Cohens letztjährigem Star-Vehikel Stealth zu verwechseln. Sky Fighter bietet so einiges mehr fürs Geld.
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