Silly Movie 2.0

Silly Movie 2.0

Eine Filmkritik von Renatus Töpke

Parodie 08/15?

Das Genre der Filmparodie ist einfach nicht tot zu kriegen. Neben gutklassigen Vertretern wie Die Reise in einem verrückten Flugzeug, Hot Shots 1 und 2, sowie Scary Movie 1, 3 und 4, tun sich natürlich auch gewaltige Untiefen auf; zum Beispiel unausgegorene Schnellschüsse wie Epic Movie oder Meine Frau, die Spartaner und ich. Vorliegender Silly Movie 2.0 (Originaltitel Miss Cast Away) liegt irgendwo zwischen Genie und Wahnsinn.
Schon in der ersten Minute, wenn die Mutter des Regisseurs vor der Kamera erzählt, dass sie es zwar toll findet, was ihr Sohn so macht, sich dann aber doch lieber was anderes anschaut wird klar, dass es sich hier um eine ultra- trashige Low Budget-Produktion handelt, für die irgendwie Eric Roberts und sogar Michael Jackson (Hauptlocation war dann auch seine Neverland-Ranch) begeistert werden konnten.

Ein Flugzeug stürzt im Ozean ab. Die Überlebenden um Captain Maximum Power (Eric Roberts); Co-Pilot Mike Saunders (Charlie Schlatter) und zehn Girls auf dem Weg zur Miss Galaxy Wahl, müssen sich mit den neuen Umständen arrangieren. Doch haben sie nicht mit Jurassic Pork gerechnet oder einem riesigen T-Rex Wildschwein. Auf ihrer Flucht finden sie schließlich die Arche Noah, die von intelligenten Affen gekapert wurde. Die wissen nämlich, dass wenn die Arche in See sticht, ein Megasturm losbricht und sie somit die Erde zum Planet der Affen machen können. Nun liegt es an Co-Pilot Mike, den Weltuntergang zu verhindern, denn auf Max Power ist kein Verlass, hat dieser doch genug mit den ganzen Girls zu tun. Doch auch Scotland Yard weiß von der Arche. Mit der Hilfe von Austin Powers und Agent M.J. (Michael Jackson) versucht man, dass Schlimmste zu verhindern.

Das klingt alles reichlich wirr – und das ist es auch. Doch die Story steht sowieso hinten an. Hier geht es darum, möglichst viele Filme zu veräppeln. Dankenswerterweise verzichtet Silly Movie 2.0 weitgehend auf Fäkalklamauk und zieht seine Parodien unbarmherzig durch. Das die Blue Screen-Aufnahmen hundserbärmlich sind und das animierte Riesenschwein einem schlechten Witz gleicht, ist nur zu Beginn dieser 90-minütigen Achterbahnfahrt gewöhnungsbedürftig. Hier waren Liebhaber am Werk und man merkt es. Alleine die Green Mile-Persiflage (Dead Man Flying!) ist so großartig, dass das Original nicht mehr gesehen werden kann, ohne an diese Szene zu denken. Und das Eric Roberts richtig Spaß hatte, muss auch nicht extra erwähnt werden, man sieht es ihm einfach an.

Silly Movie 2.0

Das Genre der Filmparodie ist einfach nicht tot zu kriegen. Neben gutklassigen Vertretern wie Die Reise in einem verrückten Flugzeug, Hot Shots 1 und 2, sowie Scary Movie 1, 3 und 4, tun sich natürlich auch gewaltige Untiefen auf.
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