Robotropolis

Robotropolis

Eine Filmkritik von Renatus Töpke

In beinahe jedem Science Fiction-Film sind Roboter ständige Begleiter des modernen Menschen. Von Metropolis über Lautlos im Weltraum, natürlich Krieg der Sterne oder I, Robot – entweder sind die hilfreichen Blechmänner gut oder böse. Manchmal werden die Guten auch böse und beginnen, sich gegen ihre Schöpfer zu stellen. Und um solch einen Film handelt es sich beim schön betitelten Robotropolis. Doch leider stellt sich der Film andauernd selbst ein Bein und kommt ins stolpern. Denn Regie und Drehbuch bekleckern sich wahrlich nicht mit Ruhm…

In der futuristischen Stadt New Town ist der Roboter los: Ein Milliardär hat es sich zur Aufgabe gemacht, der Menschheit den Roboter für den Haushalt zu liefern. In der Inselstadt, läuft schon der gesamte Apparat automatisch, alles wird von Robotern kontrolliert und instandgehalten. Nur wenige Menschen warten die Maschinen. Das Kamerateam um Moderatorin Christiane soll live berichten und indirekt Werbung für die Zukunft mit Robotern machen. Doch während der Live-Schaltung geschieht das Unglaubliche: ein Roboter erschießt vor laufender Kamera einen Menschen. Fortan muss sich das Filmteam vor den Robotern verstecken und versuchen die Hintermänner New Towns auszutricken, um weiter senden zu können. Denn eines ist klar: die Öffentlichkeit darf so wenig wie möglich über den Amoklauf wissen.

Robotropolis ist B-Trash in Reinkultur. Die Darsteller haben nur bedingt Talent, dass sie zur Schau tragen können, Drehbuchautor und Regisseur Christopher Hatton hat eindeutig zu oft Westworld und I, Robot gesehen. Er weiß schlicht nicht, etwas mit dem ihm zur Verfügung stehenden Handwerkszeug wie Darsteller, Soundeffekten oder VFX etwas anzufangen. Tempo fehlt Schnitt und Regie im Grunde gänzlich (gerade in Actionszenen), dafür können die teilweise gut animierten Roboter glänzen. Das dann wiederum die Statisten recht orientierungslos durch die Szenerie eiern und nicht wissen, auf was sie da eigentlich reagieren (da die Roboter natürlich erst später am Rechner eingefügt werden), ist dann auch entsprechend unfreiwillig komisch.

Man kann Robotropolis sicher nicht absprechen, eine gute Grundidee zu haben, nur liest die sich auf dem Papier besser, als sie umgesetzt wurde. Ein Kurzfilm hätte hier wohl mehr Sinn ergeben. Dennoch, Fans von Roboterfilmen, Science Fiction und Trash Movies können ein Auge riskieren und werden ganz gut unterhalten. Was auch an der hübschen Hauptdarstellerin liegt. Robotropolis ist charmante, günstig produzierte und irgendwie auch amüsante Genreunterhaltung. Nur hätte sich Regisseur Hatton ruhig etwas mehr Mühe geben können.
 

Robotropolis

In beinahe jedem Science Fiction-Film sind Roboter ständige Begleiter des modernen Menschen. Von „Metropolis“ über „Lautlos im Weltraum“, natürlich „Krieg der Sterne“ oder „I, Robot“ – entweder sind die hilfreichen Blechmänner gut oder böse. Manchmal werden die Guten auch böse und beginnen, sich gegen ihre Schöpfer zu stellen.

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