Resist! – Ein Traum vom Leben mit dem Living Theatre

Resist! – Ein Traum vom Leben mit dem Living Theatre

Die Kunst des Widerstands

Es beginnt mit Bildern vom Ground Zero am 16. September 2001: Der Ort des schrecklichsten Terroranschlags der Welt ist zu einem Symbol der Bedrohungen durch den weltweiten Terrorismus geworden und zugleich zu einem Mahnmal der Ohnmacht, diesem Phänomen zu begegnen. Die Reaktionen der USA mündeten schließlich in zwei Kriege gegen Länder der so genannten Dritten Welt und setzten eine absurde Spirale aus Gewalt und Gegengewalt in Gang – gegen zum Teil erheblichen Widerstand. Wie so häufig an den Brennpunkten und Krisenherden der Welt, so war es auch hier eine Gruppe, die den Widerstand der einfachen Leuten vor allem in künstlerischer Form leistete – das legendäre Living Theatre. Inmitten all der Bekundungen von aggressivem Nationalismus und Militarismus setzten sie mit ihrem Theaterstück Resist Now! ein trotziges Fanal gegen die Politik des „Auge um Auge, Zahn um Zahn“.

Das Living Theatre ist nicht einfach nur eine freie Theatergruppe, die seit fast 50 Jahren besteht, sie sind auch die Speerspitze des gewaltfreien Widerstandes, prangern Gewalt, Unterdrückung und Ausbeutung an und sind damit Vorbilder für die Friedensbewegung und Organisationen wie ATTAC. Im Jahre 1947 von Judith Malina und Julian Beck als Gegenbewegung zu den kommerziellen Theatern gegründet, brachte das Living Theatre im Laufe der Zeit rund 80 Stücke in acht Sprachen und 25 Ländern auf die Bühne, die zumeist die Straße war – stets im sinne eines anarchischen Pazifismus, der sich an Mahatma Gandhi orientierte. Ein Gesamtkunstwerk, dem schließlich sogar die etablierte Theaterwelt ihre Anerkennung nicht versagen konnte, 2003 wurde das Living Theatre in die „Hall of Fame“ am Broadway aufgenommen.

Der Filmemacher Dirk Szuszies, der in den achtziger Jahren selbst Mitglied des Living Theatre war, hat die immer noch aktive Gruppe um die charismatische Judith Malina, die sich selbst gerne mit Antigone vergleicht, begleitet und zeichnet in suggestiven Bildern den langen Weg dieses außergewöhnlichen Ensembles nach. Oftmals wirken die Parolen und die Haltungen der Akteure vom Living Theatre kindlich naiv, fast zu naiv für eine Welt, die so komplex geworden ist wie die unsere. Und doch überzeugt die Kraft des Anliegens und erinnert daran, dass die wirklich großen Anliegen der Menschheit erschreckend einfach sind.

Der Film erhielt den EuropaCinema Platinum Award 2003 als bester Dokumentarfilm und den Special prize for best documentary beim Golden Gate Fiction&documentary Festival in San Francisco.

Resist! – Ein Traum vom Leben mit dem Living Theatre

Es beginnt mit Bildern vom Ground Zero am 16. September 2001: Der Ort ist zu einem Symbol der Bedrohungen durch den weltweiten Terrorismus geworden und zugleich zu einem Mahnmal der Ohnmacht, diesem Phänomen zu begegnen.

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