Pro-Life - Des Teufels Brut

Pro-Life - Des Teufels Brut

Eine Filmkritik von Renatus Töpke

Über Regie-Ikone John Carpenter noch Worte zu verlieren erübrigt sich. Jeder Filmfreund weiß, dass der Regisseur und Drehbuchautor mit Filmen wie Halloween, Die Klapperschlange und nicht zuletzt Das Ding aus einer anderen Welt Filmgeschichte geschrieben hat. Umso schmerzlicher zu sehen, wie der Mann seinen Ruf mehr und mehr selbst demontiert und sich in den besseren Momenten selbst kopiert. Mag sein, dass er für die Qualität seiner lausigen Remakes von Assault und The Fog nichts kann. Doch bei den letzten Lebenszeichen der Marke Ghosts of Mars und Cigarette Burns hatte er die künstlerische Kontrolle. Und selbst härteste Fans mussten heftig an diesen Machwerken knabbern. Das sich Pro-Life trotz seiner kaum 60 Minuten zieht wie nichts Gutes, sagt schon alles…
Zwei Ärzte fahren im Wald beinahe ein junges Mädchen an, das scheinbar auf der Flucht ist. Man bringt die 15jährige in die nahegelegene Abtreibungsklinik, wo sie darauf besteht, dass man ihr Ungeborenes abtreibt. Tatsächlich ist ihr Vater (Ron Pearlman, Hellboy 2) hinter ihr her. Der steht mittlerweile vor den Toren der Klinik und macht sich bereit, mit seinen drei Söhnen und jeder Menge Waffen, den Laden zu stürmen. Nach und nach vertraut sich die junge Schwangere den Ärzten an und erzählt ihnen, dass sie von einem Dämonen geschwängert wurde. Während die Ärzte die Geburt einleiten (der Bauch des Mädchens wächst rasend schnell), schießen sich Vater und Söhne den Weg durch die Klinik frei. Plötzlich tut sich der Boden auf. Daddy ist gekommen, um der Geburt beizuwohnen…

Ganz ehrlich: Der letzte Satz der Inhaltsbeschreibung ist besser als der ganze Film. Das Drehbuch von Drew McWeeny und Scott Swan scheint wie eine erste Fassung, die nie in eine Überarbeitung gegangen ist: Es holpert an allen Ecken und Enden, die Dialoge sind selten dämlich und man hat schnell das Gefühl, dass alle Beteiligten besser einen knackigen Fünfzehnminüter gemacht hätten. Kultregisseur John Carpenter ist in nicht einer Szene zu erkennen. Hallo! Der Mann hat Sie leben gemacht! Nicht umsonst läßt er werbewirksam seinen Namen in einem Atemzug mit dem jeweiligen Filmtitel nennen. Hat der Mann alles verlernt? Und warum ist Pro-Life so lächerlich plakativ, wenn es um Gore geht? Als Reminiszenz an legendäre Das Ding-Zeiten? Als alter Fan des Meisters bleibt nur, sich kopfschüttelnd abzuwenden und einen Klassiker wie Big Trouble in Little China einzulegen. R.I.P.

Pro-Life - Des Teufels Brut

Über Regie-Ikone John Carpenter noch Worte zu verlieren erübrigt sich. Jeder Filmfreund weiß, dass der Regisseur und Drehbuchautor mit Filmen wie Halloween, Die Klapperschlange und nicht zuletzt Das Ding aus einer anderen Welt Filmgeschichte geschrieben hat.
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