Portraits Of Innocence

Portraits Of Innocence

Eine Filmkritik von Jean Lüdeke

Ihr letzter Kunde war der Tod

Der kanadischer Knallhart-Thriller par excellence, in dem Dirty Dancing-Beauty Jennifer Grey als angehende Anwältin viel Lehrgeld bezahlen muss. Während Costas Mandylor als charmanter Mordverdächtiger eine unbekannte Größe darstellt, kann die die gute Besetzung um ihren klangvolleren Namen immerhin Michael Ironside (Bösewicht in Total Recall und Highlander II) zählen.
Der Schriftsteller George Kendalls (Costas Mandylor) schreibt in seinem neuesten Buch über Morde an Prostituierten. Als diese Tötungsdelikte jedoch wirklich Gestalt annehmen, wird er sofort als Hauptverdächtiger angeklagt. Die Polizei und die Staatsanwältin können es kaum erwarten, George hinter Gittern zu sehen. Seine Anwältin ist die (schöne) Elaine Taylor (Jennifer Grey), die seinem Charme natürlich prompt erliegt. Zunächst ist sie von Georges Unschuld überzeugt, doch im Laufe der Zeit kommen ihr immer größere Zweifel. Und dabei gerät Elaine auch noch selbst in höchste Lebensgefahr…

Der tänzelnde Stern von Jennifer Grey verblasste schnell. Die Tochter des erfolgreichen Broadway-Schauspielers Joel Grey (Cabaret) und die Enkelin des berühmten Komikers Micky Katz bekam nach dem Erfolg des Tanzfilms einfach keine Rollen mehr, die ihrer Karriere förderlich gewesen wären. Im Gegenteil. Oft wechselten sich kleine Fernsehrollen durch noch kleinere Kinorollen ab. Es dauerte nicht lange, und niemand sah hörte mehr etwas von der 1,60m großen Amerikanerin.

Einen Kurzauftritt hatte sie 2000 in dem Streifen Bounce – Eine Chance für die Liebe. Als viele Dirty Dancing- Liebhaber den Film und vor allem Jennifer Grey zu Gesicht bekamen, war der Schrecken immens. Schönheitsoperationen par force scheinen sehr sichtbar über das einst so liebenswerte und unbedarft harmlos aussehende Gesicht gegangen und verwandelten den früher quirligen Tanzderwisch Grey beinahe in jemand völlig anderen. Die Schauspielerin ist ein klassisches wie leidvolles Paradebeispiel dafür, wie schnelllebig und gnadenlos die Hire-and Fire-Mentalität des großen Hollywood Business ist. Heute grandioser Applaus, morgen gnadenloser Abgang.

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Der kanadischer Knallhart-Thriller par excellence, in dem Dirty Dancing-Beauty Jennifer Grey als angehende Anwältin viel Lehrgeld bezahlen muss.
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