Popstar

Popstar

Eine Filmkritik von Renatus Töpke

Aller Aufstieg ist schwer..

Es ist ja nicht so, dass wenige Stars und Sternchen aus der Musikindustrie ins Filmbusiness drängen. Das hat seit seligen Elvis-Zeiten fasst schon Tradition (zweites Standbein, Cashcow melken und so). Mit Aaron Carter versucht sich seit einiger Zeit auch der Zweitgeborene hinter Bruder Nick „Backstreet Boy“ Carter beim Film.
Möchte man einen Zuckerschock beim Konsum von Popstar vermeiden, sollte man den Film möglichst häppchenweise ansehen. Der Kitsch ist wie eine Zentimeter dicke Zuckerglasur aufgetragen, es trieft nur so von vorhersehbaren Szenen und ebensolchen Wendungen und die Musik ist 08/15 Pop der ganz fiesen Sorte.

Die Story ist denkbar simpel und eine der zwei üblichen Varianten, wenn Popstars im Film auftreten: Der Weg zum Erfolg oder das „wieder runterkommen“, wenn man zu abgehoben wird. Letztere Variante trifft auf Popstar zu. J.D. McQueen ist der Star der Stunde; alle himmeln ihn an, er verkauft Millionen Platten und eilt von einer Tour zur nächsten. Doch J.D.’s Mutter will, dass dieser wieder die Schulbank drückt. Sonst fällt die nächste Tour flach. J.D.’s Manager (gespielt von David Cassidy, in den 70ern selbst eine Art Star) macht aus der Not eine Tugend und will die Rückkehr in die High School marketingtechnisch nutzen. J.D. soll sich also ein Mädchen suchen und sich von ihr Nachhilfe geben lassen. In dem hässlichen Entlein Jane findet er nicht nur einen Fan, der ihn schon lange anhimmelt, sondern auch eine gute Freundin. Und natürlich verlieben sich die Beiden ineinander…

Hach ja, Teeniefilme können schon schön anzusehen sein. Dirty Dancing, 10 Dinge die ich an dir hasse und Hard Rock Summer sind Beispiele dafür, dass sie funktionieren können. Popstar krankt an einer vorhersehbaren Story, an schlechten Darstellern und einem Regisseur, der sich nichts traut. Außerdem: Jane Darstellerin Alana Austins „Verwandlung“ in ein unscheinbares Etwas mit Zahnspange und trampelhaftem Gang einfach ein schlechter Witz.

Hauptdarsteller und Wenigkönner Aaron Carter zeigt ununterbrochen perlweiße Zähne, Klischees wie Intrigen der scharfen Schulhofkönigin und der schwitzende Nerd, der sie fragt, ob sie mit auf den Abschlussball geht, geben sich die Klinke in die Hand. Auch ist der notgeile Manager im Grunde doch nur ehrlich und meint es gut. Wurde schon erwähnt, dass die Kamera auf unterem Soap-Niveau vor sich hin dümpelt? Einzig zwei, drei gutklassige Ideen lassen aufhorchen. War das Drehbuch vielleicht gar nicht so mies, wie es Regisseur Richard Gabai umgesetzt hat?

Bleibt eine „Hässliches Entlein läutert schönen Prinzen“ -Geschichte, die ihre Protagonisten immer wieder (bloß nicht zu oft) vor scheinbar unlösbare, aber im Grunde völlig nichtige Probleme stellt, die dann irgendwie gelöst werden.

Popstar

Es ist ja nicht so, dass wenige Stars und Sternchen aus der Musikindustrie ins Filmbusiness drängen. Das hat seit seligen Elvis-Zeiten fasst schon Tradition (zweites Standbein, Cashcow melken und so weiter).
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