Poppitz

Poppitz

Man spricht österreichisch

Der Schartl Gerry (Roland Düringer) ist als Autoverkäufer ein Ass. Doch zugunsten seines unfähigen Juniorchefs Bertram Klingelmeier verzichtet Schartl auf die Meriten als bester Verkäufer. Vielleicht, so seine Hoffnung, wird ihm so viel Rücksichtnahme ja eines Tages gedankt. Doch der Senoir des Autohauses stirbt zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt. Denn Familie Schartl – Gerry, seine Frau Lena (Marie Bäumer) und die pubertierende Tochter Patrizia (Nora Heschel) – befindet sich im wohlverdienten All-Inclusive-Urlaub auf der Ferieninsel Cosamura, so dass zu befürchten ist, dass Schartl während seiner Abwesenheit ausgebootet wird.

Doch nicht nur deswegen ist die Urlaubsfreude gedrückt, auch seine beiden Damen machen dem smarten Autoverkäufer Sorgen: Denn Lena droht dem Charme eines öligen Piefke zu erliegen und Patrizia scheint den mehr oder minder plumpen Annäherungsversuchen der ausgehungerten Animateure nur allzu bereitwillig zu entgegen zu kommen. Und damit nicht genug: Der angemietete Bungalow erweist sich als Bruchbude, die Mahlzeiten sind praktisch ungenießbar und die Animateure ein Haufen marodierender Sadisten. Ganz zu schweigen vom täglichen Kleinkrieg zwischen den österreichischen und deutschen Clubgästen, die anscheinend wild entschlossen sind, sich die schönsten Wochen des Jahres nach allen Regeln der (Kriegs-)Kunst gründlich zu vermiesen. Es ist kurz gesagt die Hölle auf Erden.

Immerhin gelingt des Gerry, zumindest fernmündlich in den Machtkampf seines Arbeitgebers einzugreifen, doch in seiner Vorstellung werden die Szenarien seiner beruflichen Zukunft immer bizarrer und furchterregender. Und wer zum Donnerwetter ist eigentlich dieser geheimnisvolle „Poppitz“, mit dem der Juniorchef so oft und so heimlich telefoniert hat?

Poppitz, der neue Film des Hinterholz 8-Duos Harald Sicheritz und Roland Düringer, war einer der großen Kinoerfolge der letzten Monate in Österreich, was sicherlich auch durch die enorme Erwartungshaltung nach Hinterholz 8 zu erklären ist. Wirklich Tiefschürfendes oder Neues zum Verhältnis zu unseren südlichen Nachbarn hat aber auch Sicheritz nicht beizutragen, die Gags bewegen sich auf dem Niveau sattsam bekannter Vorurteile, da helfen auch die deutschen Schauspieler (u.a. Kai Wiesinger und Oliver Korritke) nichts, die diesem Film ein internationales Renommee geben sollen. Dank der hervorragenden Schauspieler sind manche Szenen gut gelungen, andere kommen allerdings über das Niveau von Österreicher-Witzen nicht hinaus.

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Der Schartl Gerry (Roland Düringer) ist als Autoverkäufer ein Ass. Doch zugunsten seines unfähigen Juniorchefs Bertram Klingelmeier verzichtet Schartl auf die Meriten als bester Verkäufer.

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