Picasso

Picasso

Eine Filmkritik von Renatus Töpke

Ein „filmisches Meisterwerk“, wie in der Kritik propagiert, ist Picasso zwar nicht, doch ein äußerst interessanter und lehrreicher Einblick in das Schaffen des ganz großen Künstlers in jedem Fall. Picasso gibt Einblicke in sein Schaffen, er steht vor einer Leinwand und beginnt ein Kunstwerk zu malen. Das ist mitunter ein atemberaubender Moment, ist man sich doch darüber bewusst, wer Pablo Picasso nun mal ist! Welchen Stellenwert er in der (Kunst-)Geschichte einnimmt.
Es ist das Jahr 1955 und Regisseur Henri-Georges Clouzot, ein enger Freund des Künstlers, schlägt diesem vor, eine Art Kunstfilm über ihn zu drehen. Es geht um das Mysterium des Malens, des Erschaffens von Kunst. Und dieses Unterfangen gelingt dem Filmemacher, der so großes Kino wie zum Beispiel Lohn der Angst (kongenial von William Friedkin 1977 unter dem Namen Sorcerer ge-remaked) erschuf.

Der Zuschauer wird Zeuge, wie Pablo Picasso Gemälde erschafft, übermalt, verändert. Mittels Zeitraffer oder stop-motion wachsen und entwickeln sich die Bilder immer weiter. Bis sie in voller Blüte erstrahlen. Es ist dem Regisseur und dem virtuosen Schnitt von Cutter Henri Colpi zu verdanken, dass Picasso geradezu eine hypnotische und rauschhafte Wirkung erzielt.

Picasso ist nicht nur einer der wichtigsten Kunstfilme, sondern auch zu Recht 1956 in Cannes mit dem „Spezialpreis der Jury“ ausgezeichnet worden. Einziges Manko ist, dass der Film gerade mal 80 Minuten dauert. Doch dafür gibt es aufschlussreiches und unterhaltsames Bonusmaterial, dass zum stöbern und weiteren vertiefen einlädt.

Picasso

Ein „filmisches Meisterwerk“, wie in der Kritik propagiert, ist Picasso zwar nicht, doch ein äußerst interessanter und lehrreicher Einblick in das Schaffen des ganz großen Künstlers in jedem Fall.
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