Pawn – Wem kannst du vertrauen?

Pawn – Wem kannst du vertrauen?

Eine Filmkritik von Peter Osteried

Nichts ist, wie es scheint

Es ist ein schmaler Grat zwischen einer komplexen Geschichte und einer solchen, die sich in ihrer eigenen Ambition verrennt. Zum Thriller Pawn – Wem kannst du vertrauen? muss man leider konstatieren, dass diese Gratwanderung nicht geglückt ist. Aber immerhin: Der Film schafft es verhältnismäßig lange, mit seiner erzählerisch gewagten Struktur zu gefallen. Erst nach mehreren Akten beginnt die Geschichte zu entgleisen.
Drei Gauner überfallen ein Diner. Sie wissen, dass im Safe etwas von hohem Wert ist. Nicht nur Geld, sondern auch eine Festplatte, die den Auftraggebern viel Wert ist. Aber da die Gauner nicht nach Plan vorgehen, sondern früher den Überfall starten, kommt es zu unerwarteten Komplikationen, in deren Verlauf manche sterben und andere über sich selbst hinauswachsen.

Der Film ist beginnt mit einer starken Eröffnungssequenz. Sie zeigt den Ist-Zustand, aber auch eine mögliche Entwicklung, bevor man an den Anfang zurückkehrt. Denn immer wieder gibt es Rückblicke, die aufzeigen, wie die Handlungsträger an den Punkt kamen, in diesem Diner aufzuschlagen. Das ist insofern aufregend, da die Warte des Zuschauers einer ständigen Veränderung unterzogen ist. Mehr als einmal muss man neu bewerten, wie man Figuren und ihre Taten sieht. Das hat seinen Reiz, führt aber auch nur bis zu einem bestimmten Punkt. Nämlich den, an dem der Bogen überspannt wird. Was zuerst komplex erscheint und tatsächlich auch so gestaltet wurde, endet schließlich in einem geradezu hanebüchenen Finale, das den positiven Eindruck, den der Film anfangs machte, stark relativiert.

Zugegeben, trotz namhafter Darsteller in Nebenrollen ist dies vor allem ein Low-Budget-Thriller relativer Newcomer. Eingedenk dessen, ist die Leistung von Drehbuch und Regie durchaus im grünen Bereich. Allein, das Ende müsste etwas mehr im Einklang mit dem Zuvorgekommenen stehen, um den Film erinnerungswürdig werden zu lassen. So ist er solide Thriller-Kost. Nicht mehr, aber zumindest auch nicht weniger.

Pawn – Wem kannst du vertrauen?

Es ist ein schmaler Grat zwischen einer komplexen Geschichte und einer solchen, die sich in ihrer eigenen Ambition verrennt. Zum Thriller „Pawn – Wem kannst du vertrauen?“ muss man leider konstatieren, dass diese Gratwanderung nicht geglückt ist. Aber immerhin: Der Film schafft es verhältnismäßig lange, mit seiner erzählerisch gewagten Struktur zu gefallen.
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