Oliver, Stoned!

Oliver, Stoned!

Eine Filmkritik von Peter Osteried

Viel Rauch um nichts

Ein Titel ist die halbe Miete. Oliver, Stoned! ist ein guter Titel. Er macht Laune, auf eine Kifferkomödie, die – mit Glück – als Amalgam von Gregg Arakis Smiley Face und Judd Apatows Pineapple Express ja doch für Erheiterung sorgen kann. Man muss aber wohl noch reichlich infantil oder am besten ein zugekiffter Teenager sein, um hier wirklich ablachen zu können.
Oliver lebt fürs Kiffen, aber mit irgendwas muss man den Spaß ja finanzieren. Darum arbeitet er in der Firma seines alten Herrn, der alte Wagen wieder flott macht. Da bietet es sich an, mit einem Mercury eine Spritztour zu machen. Als der Wagen gestohlen wird, geht jedoch alles drunter und drüber. Oliver, immer noch stoned, braucht den Wagen wieder, klaut einen Eiswagen, erhält Hilfe von einer nicht minder durchgeknallten Frau und stürzt sich mitten ins Chaos.

Der Humor ist dumpf. Richtig dumpf. Leider aber nicht richtig gut. Oliver, Stoned! wirkt bemüht, er entwickelt nie die Leichtigkeit, die eine Geschichte wie diese benötigt. Stattdessen gibt es Zoten, aber ohne echt reinzuhauen. Dem Thema zum Trotz bleibt der Film sehr bequem, er traut sich nie etwas. Wenn man auf ein jugendliches Klientel abzielt, sollte man stärker auf Slapstick setzen, ein paar blanke Busen bieten und Gags auf Lager haben, die selbst Cheech und Chong zu albern wären.

Aber nichts, was Oliver, Stoned! bieten kann, hat man nicht schon gesehen – und das vor Jahrzehnten und vor allem viel, viel besser. Immerhin eine Sache kann man dem Film zugutehalten: Kurz wie er ist, gestaltet er sich als flotte, einigermaßen passable und abwechslungsreiche Unterhaltung, die nicht weiter weh tut.

Während Hauptdarsteller Ryan Malgarini jedoch auf Seth-Rogen-für-Arme macht, stiehlt Brea Grant, einst als Nemesis in der Serie Heroes halbwegs bekannt geworden, als fanatischer Veronica-Mars-Fan jede Szene. Im Grunde ist das ihr Film, und ihre Geschichte ist auch weit interessanter als die de 08/15-Slackers ohne Plan.

Oliver, Stoned!

Ein Titel ist die halbe Miete. „Oliver, Stoned!“ ist ein guter Titel. Er macht Laune, auf eine Kifferkomödie, die – mit Glück – als Amalgam von Gregg Arakis „Smiley Face“ und Judd Apatows „Pineapple Express“ ja doch für Erheiterung sorgen kann. Man muss aber wohl noch reichlich infantil oder am besten ein zugekiffter Teenager sein, um hier wirklich ablachen zu können.
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