Ocean´s 13

Ocean´s 13

Eine Filmkritik von Katrin Knauth

Rache tut gut

Aller guten Filme sind drei: Nach Spider-Man 3 und dem dritten Film der Fluch-der-Karibik-Reihe, aber noch vor dem Animationsfilm Shrek 3, kommt nun die Nummer 3 der Ocean’s-Filme von Steven Soderbergh ins Kino. Das Star-Team um Danny Ocean trifft sich erneut in Ocean’s 13 und nimmt den ehrgeizigsten und riskantesten Coup aller Zeiten in Angriff.
Zur Erinnerung ein kurzer Blick zurück: In Ocean’s 11 (2001) will sich Danny Ocean (George Clooney) mit seiner Frau Tess (Julia Roberts) aussöhnen und den Casinobesitzer Terry Benedict (Andy Garcia) ruinieren. Während eines Boxkampfes raubt die elfköpfige Gangsterbande gleich drei Casinos in Las Vegas gleichzeig aus. Drei Jahre später und mit einem Mann mehr an Bord geht Ocean’s 12 (2004) an den Start. Casinobesitzer Benedict will von den Dieben sein Geld samt Zinsen zurück, die sich dafür auf den Weg nach Amsterdam, Paris und Rom machen.

In Ocean’s 13, dem eindeutig besten Film der drei Gangsterkomödien, geht es um Freundschaft und vor allem um Rache, denn einen Freund zieht man nicht einfach so über den Tisch. In diesem Fall handelt es sich um den gutmütigen Reuben Tishkoff (Elliott Gould), der von dem skrupellosen Casinobesitzer Willy Bank (Al Pacino) betrogen wird. Reuben ist darüber so enttäuscht, dass er zusammenbricht und sich im Krankenbett eine Weile erholen muss. Auf Reuben konnten sich die Ocean’s-Jungs immer verlassen: Er finanzierte ihre Einbrüche und Abenteuer. Seinetwegen kommen nun alle wieder zusammen, denn jetzt können sie sich revangieren, ihn rächen und seinem Übeltäter das Leben schwer machen. Und Rache ist nicht nur süß, sie tut auch gut. Sie macht Spaß - der Gangsterbande, den Schauspielern und dem Zuschauer. Es macht ein großes Vergnügen, den Jungs bei der "Arbeit" in Ocean’s 13 zuzusehen. Der Racheplan, den sie ausgeheckt haben, ist raffiniert und kompliziert: Um Willy Bank, gespielt von dem grandios schlecht frisierten Al Pacino, finanziell zu ruinieren und seinen Ruf dauerhaft zu schädigen, stellen die Ocean’s Jungs Banks Casino auf den Kopf und zwar so, dass nicht das Casino der Gewinner ist, sondern die Spieler. An dem Eröffnungsabend seines neuen Casinos "Die Bank" sollen die Gäste fette Gewinne mit nach Hause nehmen – dafür ist jede Menge Manipulation notwendig und das fädeln die Jungs ziemlich gerissen ein. Parallel dazu wird ein zweiter Plan ausgeheckt und ausgeführt: Willy Bank soll für sein neues Casino mit angeschlossenem Hotel auf keinen Fall die begehrten fünf Diamanten des Royal Review Board überreicht bekommen. Und dafür wird der Kritiker des Boards mächtig an der Nase herum geführt.

Nach ihrer letzten Aktion vor drei Jahren sind die Ocean-Jungs wieder in Hochform. Es ist schon erstaunlich, wie es die Macher des Filmes jedes Mal auf’s Neue schaffen, den Super-Cast des Films zusammen auf die Leinwand zu bekommen. Allen voran Danny Ocean (George Clooney), der Kopf der Bande und Planer von Aktionen. Er hat die Ideen, kennt die Regeln und entwickelt die Strategien. Sein engster Vertrauter Rusty Ryan (Brad Pitt) ist der Taktiker und weiß, wie Oceans Pläne am besten umzusetzen sind. Linus Caldwell (Matt Damon) bekommt diesmal nicht nur mehr Verantwortung übertragen, er darf auch eine Frau verführen: Abigail Sponder (Ellen Barkin), die rechte Hand von Willy Bank, eine aufgetakelte, Sonnenstudio-gebräunte Zicke, die Teil des Plans und daher wichtig ist. Basher Tarr (Don Cheadle) ist wieder in der Funktion des sensiblen Mechanikers im Einsatz. Die meiste Zeit verbringt er unter der Erde, wo er den Angriff auf das Casino vorbereitet, gleichzeitig schreibt er freundschaftliche Briefe an seinen bettlägerigen Freund Reuben. Frank Catton (Bernie Mac) ist als genialer Taschenspieler im Einsatz. Um die Sicherheitsleute des Casinos auszutricksen, führt er eine neue Domino-Variante ein. Die Brüder Virgil (Casey Affleck) und Turk Malloy (Scott Caan) begeben sich bis nach Mexiko, um die Herstellung der Casinowürfel zu manipulieren und das tun sie direkt in der Fabrik. Dafür sind ihnen alle Mittel recht, sogar ein Aufstand wegen der schlechten Arbeitsbedingungen wird angeführt.

Der Elektronikexperte Livingston Dell (Eddie Jemison) soll bei diesem Coup die automatischen Kartenmischmaschinen manipulieren. Meistens erledigt er selbst die kompliziertesten Jobs mit links, aber diesmal hat er sich überschätzt und muss blitzschnell improvisieren. Der Chinese Yen (Shaobo Qin) muss sich in Ocean’s 13 mal nicht nur durch enge Räume zwängen, sondern darf sich als mysteriöser Grundstücksmakler Mr. Weng ausgeben und nach außen hin ein luxuriöses Leben führen. Saul Bloom (Carl Reiner) hat mal wieder nur Unfug im Kopf. Seine Rolle besteht darin, sich als falscher Hotelkritiker auszugeben, so dass Willy Bank die begehrten Diamanten als Auszeichnung für sein Hotel nicht bekommt. Ebenfalls wieder mit dabei ist Andy Garcia als Casinobesitzer Terry Benedict, den sie diesmal nicht ausrauben, sondern um finanzielle Hilfe bitten. Und weil Willy Bank der ärgste Feind von Benedict ist, lässt er sich darauf ein, den Coup mit einigen Millionen zu finanzieren – zu harten Bedingungen.

Ocean’s 13 ist eine riesengroße Show für die Schauspieler. Es ist nur schwer zu übersehen, wie viel Spaß sie beim Drehen wohl hatten. Und dabei kommt ordentliche Unterhaltung heraus. Bildlich ist das brillant von Soderbergh umgesetzt, der sich als Kameramann den Namen Peter Andrews gegeben hat. Aber jetzt soll mit den ganzen Sequels mal Schluss sein. Es muss keinen Ocean’s 14 geben, genauso wenig wie einen vierten Teil von Spider-Man, Fluch der Karibik oder Shrek. Aller guten Filme sind eben drei, oder aller schlechten – wie man’s eben nimmt.

Ocean´s 13

Aller guten Filme sind drei: Nach Spiderman 3 und dem dritten Film der Fluch-der-Karibik-Reihe, aber noch vor dem Animationsfilm Shrek 3, kommt nun die Nummer 3 der Ocean’s Filme von Steven Soderbergh ins Kino.
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Meinungen
· 29.05.2008

Null Handlung, null Witz, nur ein stinklangweiliger Blockbuster. Brauch ich nicht.
Und ich habe auch schon attraktivere Schauspieler gesehen als das hier.

basti · 22.10.2007

total langweilig, Spannung: gleich null, Humor: habe ich nicht endeckt, es sei denn man findet den unlustigen Hoteltester lustig....gähnn, naja die verliebten groupies sind bestimmt wieder anderer Meinung....bitte nicht noch ein Teil

· 17.09.2007

selten so einen langweiligen Film gesehen...
Die letzten 20 Minuten waren sehr unterhaltsam, davor musste ich mir mit ein paar Streichhölzer die Augenlider aufhalten!

wgi · 29.06.2007

Filme wie diesen will man wegen der platten Handlung sehen. Entwicklung von Personen finde ich auch spannend, aber dafür gehe ich nicht in eine Action-Kommödie. Ich fand den Film äußerst unterhaltsam.

M.G. · 21.06.2007

Toll das es auch spannende Filme ohne Gewalt gibt. Und nur mit List und Tücke auskommt.

Tobias · 18.06.2007

sowas von platter Handlung. Keine Entwicklung der Personen.

Kommentare

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122 Min
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