Neues vom Wixxer

Neues vom Wixxer

Eine Filmkritik von Renatus Töpke

Nichts wirklich Neues

Wie schon der erste Teil des Wixxers, ist auch die unvermeidliche Fortsetzung der Edgar Wallace-Parodie nicht so wirklich das Gelbe vom Ei. Wieder dient ein loser Handlungsfaden dazu, Gags und Kalauer daran wie Perlen an einer Kette aufzureihen. Das muss nicht schlecht sein, hier vermisst man jedoch das gewisse Etwas.
Chief Inspector Even Longer (Oliver Kalkofe) und Inspector Very Long (Bastian Pastewka) sehen sich nach Jahren wieder dem Wixxer gegenüber. Dachten die noch am Ende des ersten Teils, sie hätten ihn erledigt, tritt unerwartet ein Doppelgänger in die Fußstapfen des Originals und macht ihnen das Leben schwer. Bald finden sich einige Grabsteine plus dazu gehöriger, ausgehobener Gräber. Und eines davon ist für Inspector Very Long reserviert. Doch taucht dort auch der Name von Victoria Dickham (Christiane Paul) auf, die nicht nur die Tochter des ehemaligen Scottland Yard Chefs Lord Dickham (Joachim Fuchsberger) ist, sondern auch heimlich mit Chief Inspector Even Longer liiert ist. Der Chief hat natürlich berechtigt Angst um seine Angebetete und setzt nun alles daran, den Täter zu finden, seine Liason mit Victoria zu verbergen und Lord Dickham als zukünftiger Schwiegersohn zu überzeugen. Das dann auch noch Very Longs Bruder Much Longer (Christian Tramitz) auftaucht, macht das Chaos nicht minder kompliziert.

Technisch ist Neues vom Wixxer über jeden Zweifel erhaben. Optisch wird großes Kino geboten, die Effekte sind großteils tadellos und die Nebenrollen sind das Highlight des Films. Allein Christoph Maria Herbst (Stromberg) als Alfons Hatler ist das Geld wert. Sein Anti-Raubkopierer-Spot zu Filmbeginn ist phänomenal. Auch ist die Treppenlift-Verfolgungsjagd Gold wert. Darauf muss man erstmal kommen. Doch die vielen zündenden Gags werden von Unnützem überschattet. Hauptdarsteller Oliver Kalkofe kann zum Beispiel nicht im mindesten Spielen, zahlreiche B-Promis geben sich ein Stelldichein in Minirollen und versemmeln sie dann auch.

Neues vom Wixxer ist nette Abendunterhaltung, die mit Schauwerten protzt, der aber zum richtig großen Wurf das Besondere fehlt. Herausgekommen ist eine durchschnittliche Ansammlung von Gags, die den Drehbuchautoren durch jahrelangen Simpsons-Konsum diktiert wurden.

Die DeluXXe Edition bietet ein tolles Bild und eine prächtige Ausstattung mit Audiokommentaren, Making ofs, Musikvideos, Deleted Scenes und vielem anderen bietet. Die immergleichen Kalauer in den Features nerven nur bisweilen.

Neues vom Wixxer

Wie schon der erste Teil des Wixxers, ist auch die unvermeidliche Fortsetzung der Edgar Wallace-Parodie nicht so wirklich das Gelbe vom Ei.
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