NAPOLA - Elite für den Führer

NAPOLA - Elite für den Führer

Internatsfilm trifft auf Vergangenheitsbewältigung

Knapp 60 Jahre nach dem Ende der Nazi-Diktatur in Deutschland scheint die Zeit gekommen zu sein, um sich auch im deutschen Spielfilm auf breiter Front mit der eigenen Geschichte auseinander zu setzen. Der Untergang macht es vor, und nun kommt ein weiterer Beitrag zum Thema Nationalsozialismus auf die einheimischen Leinwände: NAPOLA – Elite für den Führer von Dennis Gansel. Der Film war bislang bereits auf einen Festivals im Ausland zu sehen und sorgte dort für Aufsehen, so dass man vermuten kann, dass auch das Ausland die filmische Vergangenheitsbewältigung mit einigem Interesse verfolgt wird.

Zum Inhalt: Auf dem Höhepunkt der Macht der Nationalsozialisten im Jahr 1942 vor der kriegsentscheidenden Wende wird ein Lehrer der Nationalpolitischen Erziehungsanstalt Allenstein bei einem Boxkampf auf den jungen Arbeitersohn Friedrich Weimer (Max Riemelt) aufmerksam, der über ein gewaltiges Talent verfügt. Im Nun stehen dem 17-Jährigen die Tore zur Eliteschule des Dritten Reiches offen. Doch Friedrichs Vater ist strikt gegen die unerwartete Karriere seines Sohnes, kann sich aber gegen den Wunsch seines Sohnes und die Vereinnahmung der Jugend durch die Machthaber nicht durchsetzen. Mit Albrecht Stein (Tom Schlling) kommt ein weiterer Neuzugang in seine Stube: Der Junge ist der Sohn des neuen Gauleiters Heinrich Stein (Justus von Dohnanyi), der keinen Zweifel daran lässt, dass er von seinem Sohn Großes erwartet. Bald schon verbindet Friedrich und Albrecht eine enge Freundschaft.

Der Schulalltag ist hart und nach festen Regeln straff organisiert. Vor allem die schwächeren und weicheren Schüler werden gnadenlos gedrillt, um für den ehrenvollen Tod auf dem Schlachtfeld der Ehre vorbereitet zu werden. Auch Friedrich bekommt seinen Lektion: Er lernt, beim Boxen rücksichtsloser gegen seine Gegner vorzugehen und hart zuzuschlagen. Das führt zu Konflikten mit seinem Freund Albrecht, der sein Vorgehen moralisch in Frage stellt. Dessen Vater hingegen, der die sanfte Art seines Sohnes verachtet, ist von Friedrichs Draufgängertum begeistert. Bei seiner Geburtstagsfeier fordert er die Freunde auf, gegeneinander zu kämpfen und ermuntert Friedrich, den schwächeren Albrecht nicht zu schonen.

In der Napola wird die Lage ernst, als die Jungmannen zu den Waffen gerufen werden, um einen Trupp geflohener russischer Kriegsgefangener aufzuspüren. Bei der Nacht-und-Nebel-Aktion lösen sich mehrere Schüsse, einige Russen, kaum 18 Jahre alt, werden getroffen. Verzweifelt versucht Albrecht, erste Hilfe zu leisten, bis sein Vater Heinrich dazwischen geht und den Gefangenen erschießt. Alle jungen Russen finden den Tod. Schockiert kehren die Jungen in die Napola zurück, keiner fühlt sich als Held. Am nächsten Morgen erhalten die Schüler das Aufsatzthema „Die winterliche Landschaft als Bestandteil germanischer Heldensagen“. Albrecht schreibt über das Unrecht der letzten Nacht, die Erschießung unbewaffneter Jugendlicher. Als er den Aufsatz laut vorliest, kommt es zum Eklat. Sein Vater verlangt von ihm einen Widerruf und droht, ihn direkt an die Front zu schicken. Doch Albrecht widersetzt sich auf seine stille Art und zieht eine für alle unerwartete, schreckliche Konsequenz. Erst jetzt realisiert der verzweifelte Friedrich, mit was er sich wirklich eingelassen hat. Die Stunde der Wahrheit kommt bei einem Revanche-Kampf mit der Napola Potsdam. Jetzt hat er die Chance, den alten Gegner zu schlagen und die Siegestrophäe zur Ehre von Allenstein zurückzuholen. Doch vor versammelter Lehrerschaft und Partei-Elite trifft Friedrich eine mutige Entscheidung und geht geschlagen, aber als Sieger aus dem Kampf hervor.

Die Auflehnung des Einzelnen gegen ein absolutistisches System ist ein beliebtes und oft gesehenes Motiv in Internatsfilmen wie Der Club der toten Dichter und anderen Filmen dieses Subgenres. Das besondere in diesem Fall ist allerdings, dass es sich nicht um eine beliebige Schule handelt, sondern eben um eine Eliteschule der Nationalsozialisten. So kommt recht viel in diesem Film zusammen, Systemkritik und –analyse, Coming-of-age-Drama, Geschichtslektion und ein Film über eine Freundschaft. Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass genau hierin die Crux des Filmes liegt, denn obgleich der Film durchaus gefällig inszeniert und gespielt ist, packt NAPOLA nicht wirklich und wirkt oft etwas überkonstruiert und schwerfällig. Trotz allem aber eine Geschichtsstunde, die vor allem für jüngere Zuschauer interessant sein dürfte.

NAPOLA - Elite für den Führer

Knapp 60 Jahre nach dem Ende der Nazi-Diktatur in Deutschland scheint die Zeit gekommen zu sein, um sich auch im deutschen Spielfilm auf breiter Front mit der eigenen Geschichte auseinander zu setzen.

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Meinungen
Sarah · 15.12.2006

Ich kann mir vorstellen, dass dieser film auf tatsachen bassierst. Die leute die schreiben, dass sie auf diesen Schlen waren sagen vielleicht, dass es so etwas an ihrer Schule nicht gab, aber ich denke dass sich solche Szenen wirklich abgespielt haben könnten, denn es gab noch soviel mehr Napola-Schulen.

Nazis von heute sagen auch: " Auscheitz ist eine Lüge!"

Jim Peterson · 26.06.2006

This film was like "Club der Toten Dichter". I find it always very weak when a young man commits suicide. I find it mentally sick when a Hollywood or German film producer makes a hero out of a stupid kid who commits suicide.

henry piret · 23.04.2006

Der Film "Napola" ist unwahr.Ich habe den Film hier in Canada gesehen und wahr unangenehm ueberrascht.Ich war Napola Schueler,alle scenen wie der Bettnaesser,Handgranaten werfen,Reden ueber Gauleiter fuer die Zukunft
unsw.alles Unsinn.

Jan D. Hoffmann · 21.12.2005

Der Film ist völlig unrealistisch. Herr Karasek hat keine Ahnung. Ich war 6 Jahre dabei. Eine Aufnahme in die NPEA war so, ohne Zustimmung der Eltern und ohne schulische Empfehlung und Eignungsprüfung nicht möglich. Eine gefälschte Unterschrift wäre als Betrug geahndet worden. Ein Ahnenpass über zig. Jahrzehnte zurück war notwendig usw. Die Uniformen im Film waren so nicht korrekt. Die Pinkelszene war absolut unmöglich. Die Unfall-Szenen unter dem Eis waren unmöglicher Schwachsinn und hätten einen Prozess u. die sofortige Entlassung des Erziehers zur Folge gehabt. Stahhelme und scharfe Handgranaten gab es nicht.

Tina · 28.08.2005

Ich fand den Film sehr spannend und die Schauspieler haben es sehr realistisch gespielt.
Der Film ist aufjedenfall zu empfelen.
Tina

icke · 30.05.2005

ich habe mal gelden, dass der Film am 21.07.2005 rauskommen soll. leider weiß ich nichtmehr, wo und wann ich das gelesen habe...ich weiß nur, dass das irgendwo im internet stand!!

@jule · 16.05.2005

Momentan gibt es noch keinen offiziellen Veröffentlichungstermin für die DVD.

Jule · 16.05.2005

Ich wollte wissen wan "Napola auf DVD kommt"???

BYECHEN

susi w. · 04.05.2005

der film is absolut super.
die schauspieler wirken echt vorallem Tom schilling hat seine rolle super gespielt.
ich muss aber auch Max riemelt loben.
Tom du bist echt stark(und süß*g*)

Birga · 17.03.2005

Der Film ist total hammer!! Der geht soo unter die Haut und berührt einen total. Tom Schilling spielt das soooo geil!!!!Der Film ist einfach nur geil!

anna · 11.03.2005

da schilling mitspielt, werde ich ihn mir auf jeden angucken, das thema interessiert mich auch!

Lili · 07.03.2005

Phantastischer Film!!!

Sandra Kudernatsch · 20.02.2005

Ich denke, dass dieser Film spitze ist. Durch die wunderbaren schauspielerischen Leistungen beider Jungschauspieler max Riemelt und Tom Schilling lohnt es sich sogar doppelt den Film zu sehen!

Barbara & Ralf · 19.02.2005

Unserer Meinung nach ist der Film nicht schwerfällig. Durch die sehr gute Regie werden auch beim Puplikum zu Beginn die Sympathie für das Regime geweckt (was man ja nicht will!), da einem einfachen Jungen aus dem Arbeitermilieu kräftig geholfen wird. Mit der Zeit erkennt man aber welche Maschinerie im Hintergrund arbeitet und welches Ziel (auch mit der "erarbeiteten" Sympathie) verfolgt wird.
Aus unserer Sicht ist der Film bzgl. der Regie als auch von der schauspielerischen Leistung hervorragend!

Meier, Sandra · 15.02.2005

Ich finde den Film "Napola" ausgezeichnet. Habe ihn mehrmals gesehen und könnte ihn auch wieder schauen. Die schauspielerische Leistung von Tom Schilling und (vor allem) Max Riemelt ist spitze!!! Kompliment!!!

Landefeld Horst-D. · 14.02.2005

Darf man eine Napola nur nach den letzten Kriegsjahren beurteilen? Leider verleitet dieser Film dazu. Es waren einfach zu viele Klischees, die für die zugegeben recht spannende Handlung herhalten mußten. Als Ehemaliger
kann ich das Buch des Mitschülers
Harald Schäfer
Napola Erlebnisbericht
Verlag R.G.Fischer
ISBN 3-89501-460-5

das genau meine Erfahrungen, aber auch meine Erkenntnisse wiederspiegelt.

Sarah · 15.12.2006

Ich kann mir vorstellen, dass dieser film auf tatsachen bassierst. Die leute die schreiben, dass sie auf diesen Schlen waren sagen vielleicht, dass es so etwas an ihrer Schule nicht gab, aber ich denke dass sich solche Szenen wirklich abgespielt haben könnten, denn es gab noch soviel mehr Napola-Schulen.

Nazis von heute sagen auch: " Auscheitz ist eine Lüge!"

Jim Peterson · 26.06.2006

This film was like "Club der Toten Dichter". I find it always very weak when a young man commits suicide. I find it mentally sick when a Hollywood or German film producer makes a hero out of a stupid kid who commits suicide.

henry piret · 23.04.2006

Der Film "Napola" ist unwahr.Ich habe den Film hier in Canada gesehen und wahr unangenehm ueberrascht.Ich war Napola Schueler,alle scenen wie der Bettnaesser,Handgranaten werfen,Reden ueber Gauleiter fuer die Zukunft
unsw.alles Unsinn.

Jan D. Hoffmann · 21.12.2005

Der Film ist völlig unrealistisch. Herr Karasek hat keine Ahnung. Ich war 6 Jahre dabei. Eine Aufnahme in die NPEA war so, ohne Zustimmung der Eltern und ohne schulische Empfehlung und Eignungsprüfung nicht möglich. Eine gefälschte Unterschrift wäre als Betrug geahndet worden. Ein Ahnenpass über zig. Jahrzehnte zurück war notwendig usw. Die Uniformen im Film waren so nicht korrekt. Die Pinkelszene war absolut unmöglich. Die Unfall-Szenen unter dem Eis waren unmöglicher Schwachsinn und hätten einen Prozess u. die sofortige Entlassung des Erziehers zur Folge gehabt. Stahhelme und scharfe Handgranaten gab es nicht.

Tina · 28.08.2005

Ich fand den Film sehr spannend und die Schauspieler haben es sehr realistisch gespielt.
Der Film ist aufjedenfall zu empfelen.
Tina

icke · 30.05.2005

ich habe mal gelden, dass der Film am 21.07.2005 rauskommen soll. leider weiß ich nichtmehr, wo und wann ich das gelesen habe...ich weiß nur, dass das irgendwo im internet stand!!

@jule · 16.05.2005

Momentan gibt es noch keinen offiziellen Veröffentlichungstermin für die DVD.

Jule · 16.05.2005

Ich wollte wissen wan "Napola auf DVD kommt"???

BYECHEN

susi w. · 04.05.2005

der film is absolut super.
die schauspieler wirken echt vorallem Tom schilling hat seine rolle super gespielt.
ich muss aber auch Max riemelt loben.
Tom du bist echt stark(und süß*g*)

Birga · 17.03.2005

Der Film ist total hammer!! Der geht soo unter die Haut und berührt einen total. Tom Schilling spielt das soooo geil!!!!Der Film ist einfach nur geil!

anna · 11.03.2005

da schilling mitspielt, werde ich ihn mir auf jeden angucken, das thema interessiert mich auch!

Lili · 07.03.2005

Phantastischer Film!!!

Sandra Kudernatsch · 20.02.2005

Ich denke, dass dieser Film spitze ist. Durch die wunderbaren schauspielerischen Leistungen beider Jungschauspieler max Riemelt und Tom Schilling lohnt es sich sogar doppelt den Film zu sehen!

Barbara & Ralf · 19.02.2005

Unserer Meinung nach ist der Film nicht schwerfällig. Durch die sehr gute Regie werden auch beim Puplikum zu Beginn die Sympathie für das Regime geweckt (was man ja nicht will!), da einem einfachen Jungen aus dem Arbeitermilieu kräftig geholfen wird. Mit der Zeit erkennt man aber welche Maschinerie im Hintergrund arbeitet und welches Ziel (auch mit der "erarbeiteten" Sympathie) verfolgt wird.
Aus unserer Sicht ist der Film bzgl. der Regie als auch von der schauspielerischen Leistung hervorragend!

Meier, Sandra · 15.02.2005

Ich finde den Film "Napola" ausgezeichnet. Habe ihn mehrmals gesehen und könnte ihn auch wieder schauen. Die schauspielerische Leistung von Tom Schilling und (vor allem) Max Riemelt ist spitze!!! Kompliment!!!

Landefeld Horst-D. · 14.02.2005

Darf man eine Napola nur nach den letzten Kriegsjahren beurteilen? Leider verleitet dieser Film dazu. Es waren einfach zu viele Klischees, die für die zugegeben recht spannende Handlung herhalten mußten. Als Ehemaliger
kann ich das Buch des Mitschülers
Harald Schäfer
Napola Erlebnisbericht
Verlag R.G.Fischer
ISBN 3-89501-460-5

das genau meine Erfahrungen, aber auch meine Erkenntnisse wiederspiegelt.

Kommentare

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