My Summer of Love

My Summer of Love

Eine Filmkritik von Gesine Grassel

Die Magie eines Sommers

Kaum sind die ersten Frühlingstage einer neuen Kältewelle gewichen, ist die Sehnsucht wieder da. Nach Sonne, Sommer und Entspannung. Wer es gar nicht mehr aushält, findet in My Summer of Love ein bisschen Wärme.
Ein langer heißer Sommer, irgendwo in Yorkshire, England. Mona (Natalie Press) lebt mit ihrem älteren Bruder Phil (Paddy Considine) über dem örtlichen Pub. Aus den Zapfhähnen kommt schon lange kein Bier mehr: Seit Phil eine göttliche Eingebung erhalten hat, wird zwischen Theke und Barhockern nur noch meditiert und gebetet. Mona fühlt sich allein und kann die Verwandlung ihres Bruders nicht nachvollziehen. In den Hügeln am Rande des Dorfes trifft sie eines Tages auf Tasmin (Emily Blunt), die mit ihrem Schimmel durch die hügelige Landschaft streift. Die Mädchen verstehen sich auf Anhieb und fühlen sich trotz aller Gegensätze sehr nah. Tasmin kommt aus einem reichen, wohlbehüteten Elternhaus. Monas Mutter ist tot, den Vater hat der Teenager nie kennengelernt. Sie verbringen Wochen voller Unbeschwertheit, Freiheit und Glück. Tasmin zieht Mona in ihren Bann. Als Femme Fatale betört sie gleichzeitig Phil. Gerade als alles perfekt zu sein scheint, lässt Tasmin das Kartenhaus in sich zusammenfallen. Phil sperrt Mona, die mit ihrer Freundin ausreißen wollte, in ihr Zimmer. Dort versucht sie sich das Leben zu nehmen, wird aber noch rechtzeitig gefunden. Als sie zu Tasmin zurück will, ist diese völlig verändert. Mona beginnt das Spiel zu durchschauen und versucht sich aus der Opferrolle zu befreien.

My Summer of Love ist die Geschichte zweier Mädchen, die zusammen über sich hinauswachsen und ihre Grenzen ausreizen. Regisseur Pawel Pawlikowski, der für den Film einen Roman von Helen Cross adaptierte, wollte die Magie einer Mädchenfreundschaft einfangen. Lustig, kompliziert und gegensätzlich auf der einen; romantisch, zynisch, gewitzt und poetisch auf der anderen Seite. Dass Gegensätzlichkeit die beiden Mädchen voranbringt, war dem polnisch-stämmigen Regisseur wichtig. So kann jeder einen Teil von sich selbst in dieser Freundschaft finden. Allein wären beide einsam, zusammen sind sie eine gefährliche Kombination. Neben sommerlichen Bildern schafft vor allem die Musik von Alison Goldfrapp eine wohlige, sehnsüchtige Atmosphäre. Der Film lief erfolgreich auf mehreren Festivals und wurde 2005 bei den BAFTAs als bester britischer Film ausgezeichnet.

My Summer of Love

Kaum sind die ersten Frühlingstage einer neuen Kältewelle gewichen, ist die Sehnsucht wieder da. Nach Sonne, Sommer und Entspannung. Wer es gar nicht mehr aushält, findet in My Summer of Love ein bisschen Wärme.
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Meinungen
Christoh Leistner · 30.06.2006

Der Film "my summer of love" ist einfach genial und sehenswert. Es ist ein kleiner Film, mit großartigen Schauspielern. Das Lebensgefühl, das diese Mädchen verkörpern steckt an und begeistert.

Mona Tamsin · 02.07.2005

KUNST!!!!!

· 29.06.2005

Macht total Laune, der Titel stimmt, ein echter, lockerer, leichter Sommerfilm.

Kommentare

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