My Name Is Bruce

My Name Is Bruce

Eine Filmkritik von Renatus Töpke

Ein Unbekannter ist Bruce Campbell wahrlich nicht. Mit der Evil Dead-Trilogie von Regisseur Sam Raimi (Spider-Man) erlangte er Kultstatus, mit diversen B und C-Horror- und Splatterfilmen bezahlt er seine Miete und mit gelegentlichen Ausflügen ins Regiefach, baut er sich ein weiteres Standbein auf. Das ihn trotz allem hauptsächlich die Genrefans kennen und lieben, versteht sich von selbst. Mit My Name Is Bruce legt Bruce nun seine aktuellste Regiearbeit vor und beweist, das er nach seinem unsäglichen The Man with the Screaming Brain etwas dazu gelernt hat.
In dem kleinen Kaff Gold Lick erwecken randalierende Gruftie-Teenies auf einem alten Chinesen-Friedhof einen uralten Dämon. Duan-di zieht von nun an köpfend und brüllend durch die Botanik und schlachtet alles ab, was ihm vor den Säbel kommt. Bruce Campbell-Fan Jeff hat jedoch die rettende Idee: Wer, wenn nicht Bruce Campbell könnte den Dämon bezwingen? Kurzerhand wird der sich selbst spielende Unsympath gekidnapped und nach Gold Lick gebracht. Das Großmaul glaubt sich zunächst im falschen Film, vermutet dann hinter der Enführung ein Geburtstagsgeschenk seines Managers und ‚spielt mit‘… Das es sich um einen echten Dämon mit richtigen übernatürlichen Kräften handelt, muss Bruce bald schmerzlich selbst feststellen…

Zunächst mal ist My Name Is Bruce ein großer Spaß für Fans. Leider ausschließlich für diese. Genre-Ikone Campbell gibt zwar gekonnt die one-man-show und glänzt mit eimerweise Selbstironie. Problematisch wird es nur, was Inszenierung und Drehbuch angeht. Die Story ist nichts besonderes, geschweige denn originell, das Timing sitzt oft nicht und die Inszenierung hat Fernsehniveau. Allein die ersten Minuten, in denen Campbell im Suff seinen Fernseher einschmeißt, den Hund anschreit etc, sind ärgerlich und klischeehaft. Etwas mehr Originalität hätte auch nicht nur im Prolog auf dem Friedhof gut getan. Bleiben einige wirklich gute (Running) Gags, Situationskomik und unzählige Anspielungen auf Campbell-Filme. Für einen 80 Minuten Film reichts leider nicht. Fans werden aber dennoch ihre helle Freude haben.

Die Special Edition kommt mit einer gut gefüllten Bonus-DVD, auf der ein ausführliches Making of das Herzstück bildet.

My Name Is Bruce

Ein Unbekannter ist Bruce Campbell wahrlich nicht. Mit der Evil Dead-Trilogie von Regisseur Sam Raimi (Spider-Man) erlangte er Kultstatus, mit diversen B und C-Horror- und Splatterfilmen bezahlt er seine Miete und mit gelegentlichen Ausflügen ins Regiefach, baut er sich ein weiteres Standbein auf.
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