My Big Fat Greek Wedding

My Big Fat Greek Wedding

Samstag, 15. Oktober 2005, SAT1, 20:15 Uhr

Rechtzeitig zum Beginn der kalten und unwirtlichen Jahreszeit wühlen die TV-Sender wieder in den Archiven und fördern endlich wieder Herzerwärmendes zu Tage wie etwa My Big Fat Greek Weddding. Genau, jenen Film, der vor zwei Jahren quasi aus dem Nichts kam und trotz unbekannter Darsteller und einem kleinen Budget die Kinos im Sturm eroberte, bis der Film schließlich auf der Liste der 50 erfolgreichsten Filme aller Zeiten landete. Und das ganz ohne die sonst üblichen Erfolgsrezepte Hollywoods zu befolgen.

Toula (Nia Vardalos) ist 30, ein unattraktives bebrilltes hässliches Entlein und hat das Verfallsdatum für Griechinnen bereits überschritten, denn von nun ist es für sie wahrscheinlicher, „von einem Lastwagen überfahren zu werden als noch einen anständigen griechischen Kerl zum Heiraten zu finden“. Als dann eines Tages doch ein extrem gutaussehender und überaus charmanter Mann (John Corbett) in ihrem Leben auftaucht, hat dieser eigentlich nur zwei Fehler: Er ist kein Grieche und schlimmer noch – er ist Vegetarier, was für jeden anständigen Griechen auf einer Stufe mit unsagbaren sexuellen Perversionen steht. Doch Toula ist verliebt, wandelt sich von der alten Jungfer zum zwar properen, aber hübschen Schwan und setzt Ian gegenüber ihrer allgegenwärtigen, lauten und schrecklich liebenswerten Sippschaft zum Trotz durch, bis schließlich die ersehnte griechische Hochzeit mit Unmengen Suflaki und einem Meer von Retsina und Ouzo begangen werden kann.

Zugegeben: Wie in jeder guten Culture-Clash Komödie kommen auch bei My Big Fat Greek Wedding die Probleme der Integration zu kurz und werden allenfalls am Rande gestreift, die Figurenzeichnung ist reichlich klischeebeladen und das Ganze ist so durchschaubar wie griechischer Ouzo. Aber hey, der Film will ja auch „nur“ unterhalten. Und das macht er wirklich gut, mit viel Dialogwitz und Tempo und sympathischen Charakteren und einem furiosen Finale. Und er konterkariert die lebenslustige, verfressene, laute, besserwisserische griechische Sippschaft derart vortrefflich mit der Spießigkeit des ach so liberalen US-amerikanischen Bürgertums, dass man sich vor Schadenfreude die Hände reibt und sich wünscht, Teil dieses südländischen Trubels zu sein.

My Big Fat Greek Wedding

Rechtzeitig zum Beginn der kalten und unwirtlichen Jahreszeit wühlen die TV-Sender wieder in den Archiven und fördern endlich wieder Herzerwärmendes zu Tage wie etwa My Big Fat Greek Wedding.

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