Mars Attacks!

Mars Attacks!

Tim Burton und die Grünlinge

Kaum ist der Nachweis gelungen, dass tatsächlich außerirdische Intelligenzen existieren, kündigt sich bereits Besuch von unserem Nachbarn im Universum an. Eine Flotte von Raumschiffen vom Mars befindet sich im Anflug auf die Erde und löst damit eine regelrechte Hysterie aus. Wie soll man sich den außerirdischen Existenzen gegenüber verhalten? Der amerikanische Präsident James Dale (Jack Nicholson), überzeugt von den friedlichen Absichten, bereitet einen feierlichen Staatsempfang für den Besuch vom Mars vor. Leider sind die seltsamen Marsianer aber auf Zoff aus und metzeln kurzerhand das Empfangskomitee nieder, um anschließend die Herrschaft über die Welt zu übernehmen. Da dummerweise alle Waffen den lustigen Ungeheuern nichts anhaben können – Atomraketen haben allenfalls berauschende Wirkung und werden deshalb gern als Joints inhaliert – scheint das Ende der Erde gewiss, zumal sich Politiker und Generäle, Wissenschaftler und Journalisten allesamt als die Hohlköpfe erweisen, für die sie schon immer gehalten wurden. So ist es denn ausgerechnet eine Gruppe von Losern, die schließlich entdeckt, dass die Marsianer gegen Alles resistent sind, nicht aber gegen den Gesang des jodelnden Cowboys Slim Whitman, dessen Weisen nämlich lassen die überdimensionierten Gehirne der Eindringlinge platzen.
Basierend auf einer bekannten Comicserie und auf Science-Fiction-Filmen aus den Fünfzigern und Sechzigern nahm Tim Burton genüsslich und respektlos den fahnenknatternden Hurra-Patriotismus von Machwerken wie Independence Day aufs Korn – auch wenn er das bestritt – und führte die uramerikanische Paranoia einer Invasion aus dem All mit Witz und galligem Spott ad absurdum. Da traf es sich gut, dass Burton zuvor seinen Film über die Trash-Ikone Ed Wood gedreht hatte, aus dessen reichhaltigem Fundus vieles übernommen zu sein scheint. In den USA war so viel Subversion nicht gerade das, was man zur Erbauung des Nationalstolzes brauchte, der erwartete Kassenhit blieb aus. Trotzdem oder vielleicht gerade deswegen ist Mars Attacks! ein vergnüglicher Filmspass, der eine Vielzahl von Hollywoodstars wie Jack Nicholson, Glenn Close, Annette Bening, Pierce Brosnan, Danny DeVito, Martin Short, Sarah Jessica Parker, Michael J. Fox, Rod Steiger, Lukas Haas, Natalie Portman, Jim Brown, Pam Grier, Lisa Marie, Barbet Schroeder und Tom Jones in bester Spiellaune versammelt. Wer den Film bislang verpasst hat, sollte ihn sich unbedingt anschauen. Und wer ihn bereits kennt, wird mit Sicherheit auch nach mehrmaligem Anschauen seinen Spaß daran haben.

Mars Attacks!

Kaum ist der Nachweis gelungen, dass tatsächlich außerirdische Intelligenzen existieren, kündigt sich bereits Besuch von unserem Nachbarn im Universum an.
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Meinungen
Fabian · 31.10.2007

Ich finde Mars Attacks sehr Cool

Kommentare

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