Malizia - Ein maliziöses Vergnügen

Malizia - Ein maliziöses Vergnügen

Eine Filmkritik von Peter Osteried

Ein erotisches Drama mit komischen Akzenten

Salvatore Samperis Film war 1973 ein großer Erfolg und begründete die Karriere von Laura Antonelli in einer ganzen Reihe ähnlich gelagerten erotischen Filmen. Malizia – Ein maliziöses Vergnügen ist nominell eine Komödie – und es gibt auch vergnügliche Momente –, eine gewisse perverse Grundstimmung kann man dem Film aber nicht absprechen.
Der verwitwete Don Ignazio verliebt sich in das Dienstmädchen Angela, die nicht nur ihm, sondern auch seinen drei Söhnen den Kopf verdreht. Mit der Ankunft der Frau in dem Männerhaushalt erwachen sexuelle Spannungen. Urplötzlich konkurrieren Don Ignazio und Nino um die Gunst der schönen Angela. Don Ignazio will sie heiraten, fordert aber das Einverständnis seiner Söhne. Nino verweigert es und versucht stattdessen, Angela zu erpressen, um sie sich zu Willen zu machen. Doch dann dreht sie den Spieß um.

Malizia – Ein maliziöses Vergnügen ist in der Tat ein ebensolches, ein Film, wie er nur in der Zeit nach dem Wegbrechen sexueller und moralischer Tabus der End-60er-Jahre zu Beginn des folgenden Jahrzehnts produziert werden konnte. Ein provokativer, die Konventionen sprengender Film, der seiner Geschichte zum Trotz niemals ins Vulgäre abgleitet, sondern von einer natürlichen Schönheit ist – ganz so wie seine Hauptdarstellerin.

Der Film setzt anfangs auf eine humorvolle Erzählung, wiegt damit den Zuschauer aber in falscher Sicherheit, denn mit verstreichender Laufzeit wird der Film zusehends düsterer. Er entwickelt sich anfangs erst unmerklich, dann immer wuchtiger zu einem erotisch aufgeladenen Drama, an dessen Höhepunkt eine verstörende Tonalität steht, die von einer beschwingten Musik konterkariert wird.

Die DVD von CMV weist ein für das Alter hervorragendes Bild mit warmen, einschmeichelnd schönen Farben auf, die in feinem Kontrast zur Geschichte stehen. Die Tonwiedergabe (als Don Ignazio ist übrigens der jüngst verstorbene Niels Clausnitzer zu hören) ist über weite Strecken klar. Leichte Verzerrungen sind bei den Dialogen wahrnehmbar, erweisen sich jedoch nicht als besonders störend. Neben dem Originaltrailer gibt es eine umfangreiche Bildergalerie mit Aushangfotos und verschiedenen Plakatmotiven.

Malizia - Ein maliziöses Vergnügen

Salvatore Samperis Film war 1973 ein großer Erfolg und begründete die Karriere von Laura Antonelli in einer ganzen Reihe ähnlich gelagerten erotischen Filmen. „Malizia – Ein maliziöses Vergnügen“ ist nominell eine Komödie – und es gibt auch vergnügliche Momente –, eine gewisse perverse Grundstimmung kann man dem Film aber nicht absprechen.
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