Lotte im Dorf der Erfinder

Lotte im Dorf der Erfinder

Eine Filmkritik von Joachim Kurz

Ein Abenteuer für die ganz kleinen Zuschauer

Anscheinend liegt der Erfindungsgeist schlicht und ergreifend in den Genen: Denn nicht nur Lottes Vater Oskar ist ein begnadeter Bastler, der jedes Jahr den Wettstreit mit seinen Kollegen gewinnt, sondern auch seine Tochter Lotte. Die beiden leben in einem kleinen Dorf irgendwo im Baltikum, direkt am Meer. Doch auch in diesem Paradies der Kreativität ist nicht alles eitel Sonnenschein, denn der Erfolg Oskars ruft Neider und Spione auf den Plan wie etwa das Kaninchen Adalbert, das alle Tricks und Kniffe verwendet, um hinter Oskars neuste Pläne zu kommen.
Lottes bester Freund ist der Kater Bruno, doch der hat ein ernsthaftes Problem mit seiner Mutter: Die will ihm nämlich jeden Sport verbieten. Und das nur, weil sein Vater Matti, ein berühmter Hammerwerfer bei einem Weltrekordversuch vergaß, das Wurfgerät loszulassen und daraufhin auf Nimmerwiedersehen verschwand. Doch so einfach lässt sich das Herumspringen, Schwimmen und Rumtollen nicht verbieten, denn Lottes Energie wirkt ansteckend. Und als die beiden dann am Tag vor dem großen Erfinderwettbewerb ein japanisches Buch aus dem Meer fischen, in dem eine Biene namens Susumu eingesperrt war, beginnt ein Abenteuer, das die Freunde schließlich bis nach Japan führen wird…

Auch wenn sich das estnische Animationsabenteuer rund um das Hundemädchen Lotte nicht an den technischen Standards von Hollywood-Produktionen messen kann, entwickelt der Film doch einen unübersehbaren Charme und beweist eine Menge Einfühlungsvermögen in die Gedankenwelt von Kindern, ohne mit einer platten Moral aufzuwarten. Gerade für die kleinsten Kinozuschauer ist der liebevoll gemachter Erfolgsfilm, der in seiner Heimat alle Besucherrekorde brach, ein sehenswertes Abenteuer und mit Sicherheit einer jener seltenen Filme, der auch guten Gewissen für Zuschauer im Alter von sechs Jahren zu empfehlen ist.

Lotte im Dorf der Erfinder

Anscheinend liegt der Erfindungsgeist schlicht und ergreifend in den Genen: Denn nicht nur Lottes Vater Oskar ist ein begnadeter Bastler, der jedes Jahr den Wettstreit mit seinen Kollegen gewinnt, sondern auch seine Tochter Lotte.
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