Living in Oblivion

Living in Oblivion

Eine Filmkritik von Renatus Töpke

Ein Lob auf die Indies

An so ziemlich jedem Filmset gibt es den gemeinsamen Nenner, wenn es um Kultfilme geht: Living in Oblivion. Selten hat man so wahrhaftige Anekdoten aus dem Filmgeschäft, speziell beim Dreh mit beschränkten Mitteln, auf so unterhaltsame Weise erleben dürfen.
Living in Oblivion erzählt von den Dreharbeiten an dem Independent-Film gleichen Titels. Der Regisseur (Steve Buscemi) muss sich mit seinem künstlerisch überambitionierten Kameramann rumschlagen, der sich nicht nur das Auge verletzt, sondern auch noch von einer Magenverstimmung geplagt wird, die Schauspieler sind sich untereinander gar nicht grün und die Techniker, allen voran Ton und Licht, kriegen gar nichts auf die Kette.

Regisseur Tom DiCillo „verarbeitet“ eigene Erfahrungen und konnte von einem schier unermesslichen Vorrat an Erlebtem zehren. Vieles kommt einem natürlich, hat man an einem Filmset schon gearbeitet, bekannt vor. Sei es die verrückt spielende Nebelmaschine, den arroganten Möchtegern, der Tonangler, der immer wieder das Micro ins Bild hängt, Herzschmerz unter Teammitgliedern und armseliges Catering. Dass manche Gags nicht zünden oder übers Ziel hinausschießen, verzeiht man gerne bei den gut aufgelegten Darstellern und dem liebevoll gezeichneten Szenario.

Die DVD bietet anständiges Bild und guten Ton, als Bonus muss ein Booklet genügen, dass aber mit Zitaten und Anekdoten klotzt. Für Filmfans und Hobbyfilmer ein Muss.

Living in Oblivion

An so ziemlich jedem Filmset gibt es den gemeinsamen Nenner, wenn es um Kultfilme geht: Living in Oblivion.
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