Licht und Schatten - Between Something and Nothing

Licht und Schatten - Between Something and Nothing

Eine Filmkritik von Red.

Werde, was du bist!

In Licht und Schatten — Between Something and Nothing / Between Something & Nothing, dem zweiten Teil seiner Trilogie, die sich eng an seine eigenen Erlebnisse hält, führt uns Todd Verow wieder in die Welt von Joe (Tim Swain), den man bereits aus Vacationland kennt. Der hat es mittlerweile auf ein vornehmes Kunst-College in New England geschafft. Und obwohl der Junge vom Land nicht mit seinen neureichen Mitschülern mithalten kann, fühlt er sich glücklich. Endlich ist er der miefigen Enge seiner ländlichen Heimat Maine entkommen, endlich kann er sich seiner Kunst widmen und findet Anerkennung dafür. Nach einem One-Night-Stand erwacht er zwar mit einer Punk-Frisur, doch das macht ihm nicht aus – seine Freiheit ist nicht mehr nur eine Frage der inneren Haltung, man darf es ihm ruhig auch ansehen. Gemeinsam mit Jennifer (Julia Frey) bildet er schon bald eine verschworene Einheit, die gegen den Konformismus der anderen revoltiert. Und schnell entdecken die beiden, wie sich durch kleine Deals und Ladendiebstähle die Haushaltskasse aufbessern lässt. Die schulische Ausbildung und die Lehren, die ihnen das zuweilen harte Leben auf der Straße beibringt – sie gehen Hand in Hand.
Dann eines Nachts trifft Joe den mysteriösen Stricher Ramon (Gil Bar-Sela) und verknallt sich Hals über Kopf in den Mann. Der aber reagiert zunächst verhalten auf Joes Annäherungsversuche. Trotzdem stürzt sich das Landei aus Maine Hals über Kopf in das pralle Leben, in Partys, Drogenexperimente, in Sex und in seine Kunst, um schließlich zu erkennen, dass er seinen Weg erst noch finden muss…

Konsequent verfolgt Todd Verow auch in seinem neuen Film seinen eingeschlagenen Weg weiter und erweist sich so als der vielleicht bekannteste Filmemacher des „New Queer Cinema“. Schonungslos ehrlich und manchmal auch recht plastisch gewährt er rasante und schmutzige Einblicke in das Leben seines Alter Ego Joe. Sein Film ist ein flammendes Pamphlet, das Leben zu genießen und alles mitzunehmen, ein Plädoyer für die Selbstbefreiung abseits der gewohnten „bügrerlichen Pfade“. Schwules No-Budget-Kino der kämpferischen und emotionalen Art!

Licht und Schatten - Between Something and Nothing

In Licht und Schatten — Between Something and Nothing, dem zweiten Teil seiner Trilogie, die sich eng an seine eigenen Erlebnisse hält, führt uns Todd Verow wieder in die Welt von Joe (Tim Swain), den man bereits aus Vacationland kennt.
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