Lake Mungo

Lake Mungo

Eine Filmkritik von Renatus Töpke

Horror und Dokumentarfilm scheinen seit jeher gut zusammen zu passen. Man denke nur an den Genreklassiker Cannibal Holocaust, den Überraschungshit Blair Witch Project oder den Festivalabräumer Monsters. Lake Mungo schlägt in eine ähnliche Kerbe, ist er doch eine Fake-Dokumentation über ein verschwundenes Mädchen. Ein Hit ist Regisseur Joel Anderson zwar nicht gelungen, solide Unterhaltung kann man dem Direct-to-video-Film jedoch nicht absprechen.
Bei einem Badeausflug ertrinkt die 16jährige Alice in einem See. Doch nach der Beerdigung beginnen übernatürliche Ereignisse – zum Beispiel taucht das tote Mädchen auf Fotos auf -, die Familie der Schülerin heimzusuchen. Ihr Bruder baut nachts eine Videokamera auf und zeichnet die unheimlichen Begebenheiten auf. Die verstörten Eltern engagieren einen Parapsychologen, der der Sache auf den Grund gehen soll. Parallel stellt ein Kamerateam Recherchen im Umfeld von Alice an. Langsam setzt sich das Puzzle zusammen und nach und nach kommt das Doppelleben des toten Mädchens zum Vorschein…

Die australische Mischung aus Twin Peaks, Familiendrama und Spukgeschichte schafft es, den Zuschauer bis zum Ende im Dunkeln tappen zu lassen. Der Crossover aus Tonbandaufnahmen, Handyvideos, Polizeiberichten, Interviews usw. sorgt für Abwechslung, Glaubwürdigkeit und Unterhaltung. Doch hin und wieder zerfasert der Spaß, wirkt das Gezeigte zäher, als es ist. Doch die frische Art der Inszenierung sorgt dann wieder für Abwechslung. Alleine der Punkt, dass man nicht weiß, ob es sich nun um rationalen Thrill oder wirklich um etwas Übernatürliches handelt, hält bei der Stange.

Schade ist nur, dass der Zuschauer mit zu vielen Fragen alleine gelassen wird. Hier wären mehr Information deutlich nötig gewesen. Denn die Antworten auf offene Fragen, hätte sicher viel zur Glaubwürdigkeit der Grundidee beigetragen.

Lake Mungo

Horror und Dokumentarfilm scheinen seit jeher gut zusammen zu passen. Man denke nur an den Genreklassiker „Cannibal Holocaust“, den Überraschungshit „Blair Witch Project“ oder den Festivalabräumer „Monsters“.
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