KM 31

KM 31

Eine Filmkritik von Renatus Töpke

Der Tod wartet

Das Grauen, das Grauen! In diesem kleinen, aber feinen mexikanischen Horrorfilm sind es wieder blasse Geisterkinder und deren wimmernde Geistermütter, die Ahnungslose den wahren Horror lehren.
Agata (Iliana Fox) ist in tiefster Nacht mit dem Auto auf kurvenreicher Strecke im Wald unterwegs. Plötzlich taucht im Scheinwerferlicht ein kleiner Junge auf – und Agata kann nicht mehr ausweichen. Als sie sich dem überfahrenen Kind näher, erleidet sie den eigentlichen Schock, denn sie sieht dem Grauen ins Angesicht. In dem Moment kommt ein Truck und überfährt auch die junge Frau. Gleichzeitig durchzuckt es Agatas Zwillingsschwester Catalina. Sie spürt, dass etwas passiert ist. Im Krankenhaus werden der halbtoten und komatösen Agata die Beine amputiert. Catalina, ihr Mann und ein Freund, der heimlich in Agata verliebt ist, stellen Nachforschungen an. Denn von dem kleinen Jungen, den Agata überfahren haben will und der von nun an Catalina in unheimlichen Visionen heimsucht, fehlt jede Spur. Schon bald finden sie heraus, dass an der Unfallstelle bei Kilometer 31 schon oft Menschen verunglückt sind. Und was verbirgt der Polizist, der sie von der Recherche abhalten will, aber selbst immer wieder bei Kilometer 31 auftaucht?

KM 31 / Kilómetro 31 wird mit einem völlig deplazierten und unnötig reißerischen Splatter-Cover beworben. Der Film von Jungregisseur Rigoberto Castaneda orientiert sich eher am neuen Asiahorror und hat nur wenige wirklich blutige Momente. Es regiert der schleichende Horror, die unheimliche Bedrohung und Schocks, wie das typische Vorbeihuschen von Schatten. Der routiniert gefilmte, zum Ende hin regelrecht surreal werdende Horrorfilm, hat zwar Logiklöcher (wo ist der Truck geblieben, der Agata überfahren hat?) und ein verwirrendes Ende, doch unterhält er auf gehobenerem Niveau als viele andere Genrevertreter neueren Datums. Für Leute mit schachen Nerven ist KM 31 dennoch nicht zu empfehlen.

KM 31

Das Grauen, das Grauen! In diesem kleinen, aber feinen mexikanischen Horrorfilm sind es wieder blasse Geisterkinder und deren wimmernde Geistermütter, die Ahnungslose den wahren Horror lehren.
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