Kiss & Kill

Kiss & Kill

Eine Filmkritik von Silvy Pommerenke

Misstraue Deinem Mann, er könnte ein Agent sein

Geheimagenten haben es wirklich schwer. Ständig müssen sie irgendwelche niederträchtigen Menschen umbringen, haben keinen festen Wohnsitz und können kein geregeltes Leben führen. Das findet auch Spencer Aimes und ist heilfroh, die bürgerliche (und nichts ahnende) Jen Kornfeldt zu ehelichen, denn damit beginnt eine idyllische Zweisamkeit, jenseits vom Killeralltag. Aber weit gefehlt, denn bald wird Mr. Right von Auftragsmördern gejagt.
Jen Kornfeldt (Katherine Heigl) hat gerade eine gescheiterte Beziehung hinter sich und verbringt mit ihren Eltern (Tom Selleck und Catherine O’Hara) den Urlaub in Nizza. Da begegnet ihr der charmante und muskelgestählte Spencer Aimes (Ashton Kutcher), und flugs verlieben sich die beiden ineinander. Was Jen nicht weiß ist, dass Spencer ein internationaler Spion mit der Lizenz zum Töten ist. Geschickt versteht er es, ihr in den folgenden drei Jahren dieses winzige Detail seines Lebens zu verheimlichen, bis an seinem dreißigsten Geburtstag eine wahre Invasion von Auftragskillern hinter ihm her sind, und dem Berufsaussteiger nach dem Leben trachten. Jens idyllisches Leben in einer typischen Vorort-Kulisse Kaliforniens gerät arg durcheinander, denn sie muss zwischen Kugelhageln, halsbrecherischen Verfolgungsjagden und mörderischen Nahkämpfen selbst zur Waffe greifen, um ihrem Göttergatten zur Seite zu stehen. Dabei entpuppen sich selbst die unscheinbarsten Nachbarn und langjährigen Freunde als professionelle Killer, gegen die es sich zur Wehr zu setzen gilt. Im weiteren Verlauf werden massenhaft Kugeln verschossen, viele Autos zu Schrott gefahren und einiges Mobiliar geht zu Bruch. Das alles kann aber nicht die Liebe von Jen und Spencer zerstören.

Robert Luketic wollte bei Kiss & Kill die Liebesgeschichte zwischen Jen und Spencer in den Vordergrund stellen und verdeutlichen, dass man in einer Beziehung oder Ehe nie genau über die Vergangenheit des Partners Bescheid weiß. Dass sich der Liebste nun ausgerechnet als Ex-Agent herausstellt, dürfte im normalen Leben relativ unwahrscheinlich sein, ist aber für den Film notwendig, sonst hätte er den Bogen nicht zur Action-Komödie geschafft. Dieses Konzept funktioniert allerdings nicht wirklich, denn weder nimmt man den beiden Hauptdarstellern das glückliche Liebespaar ab, noch dem Sonnyboy Kutcher den abgebrühten Geheimagenten. Auch die Magnum-Ikone Tom Selleck fristet ein unscheinbares Nebendarsteller-Dasein, und lediglich Catherine O’Hara brilliert mit ihrem Improvisationstalent. Vielleicht hätte sich Luketic für ein Genre entscheiden sollen: Wahlweise Romantik-Komödie oder Action-Komödie. Beides zusammen funktioniert in diesem Fall nicht.

Kiss & Kill ist insgesamt eine massenkompatible romantische Action-Komödie, die einzig durch die daueralkoholisierte Mutter Jens (Catherine O’Hara) — deren Grundnahrungsmittel Kübel voll Bloody Mary sind — ein paar komische Elemente aufweist. Die ewig kreischende und naive Jen nervt sehr schnell, und Spencers wohlgeformter Körper reicht auch nicht aus, um dem Film eine besondere Note zu geben. Für einen kurzweiligen Abend mit Popcorn und Cola reicht es dennoch gerade so.

Kiss & Kill

Geheimagenten haben es wirklich schwer. Ständig müssen sie irgendwelche niederträchtigen Menschen umbringen, haben keinen festen Wohnsitz und können kein geregeltes Leben führen. Das findet auch Spencer Aimes und ist heilfroh, die bürgerliche (und nichts ahnende) Jen Kornfeldt zu ehelichen, denn damit beginnt eine idyllische Zweisamkeit, jenseits vom Killeralltag. Aber weit gefehlt, denn bald wird Mr. Right von Auftragsmördern gejagt.
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Meinungen
Sisi · 15.08.2010

Ich habe den Film gesehen und fand ihn echt nicht schlecht. Mir hat er gefallen und ich finde ihn sehenswert.

Miau · 10.08.2010

der Film kann nur gut sein mit Ashton Kutcher=) Außerdem ist er bestimmt lustig und ich freue mich auf den Film!

Giuh · 09.08.2010

der absolut langweiligste film des jahres...
weder spannend, noch lustig, noch romantisch, einfach schlecht!

Kommentare

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