Killerameisen

Killerameisen

Eine Filmkritik von Renatus Töpke

„Leider haben wir es nicht mit computeranimierten Tierchen in einem Horrorfilm zu tun, sondern mit einem Schwarm äußerst bedrohlicher Wanderameisen.“ Also entweder ist der Regisseur sehr mutig, diesen Satz in solch einem C-Fim unterzubringen. Oder er ist ziemlich cool. Denn das der Ameisenschwarm in Killerameisen aus dem Rechner stammt, ist zu jeder Sekunde, die er on screen ist, deutlich erkennbar. Trotzdem machen die Killerameisen irgendwie Spaß. Tierhorror-Fans können also ruhigen Gewissens einen Blick riskieren.
Der Millionär und selbstlose Wissenschaftler Horace Lennert hat eine neuartige Insektenvernichtungswaffe erfunden, die blaue Blitze verschießt. Mit dieser „Wunderwaffe“ taucht er auf einer Insel in der Karibik auf, um einen außer Rand und Band geratenen Ameisenstamm aufzuhalten. Diese Millionen von Ameisen fressen alles und jeden und bedrohen womöglich die ganze Welt. Horace zur Seite steht seine Ex-Freundin Claire. Eine Insektenspezialistin, die von Horace‘ Erscheinen zwar wenig begeistert, aber irgendwie dann doch ganz froh ist, dass er da ist. Denn nicht nur flammen alte Gefühle auf, auch wird schnell klar, das die Ameisen reichlich intelligent sind. Zu intelligent!

Der kostengünstige Mix aus Tierhorror, Öko-Botschaft und Akte X kann nicht verbergen, dass beim Budget Schmalhans Küchenmeister war. Die Darsteller sind routinierte Fernsehgesichter, die VFX sind mal akzeptabel, mal unterste Kajüte und Story und Dialoge machen selten den Anschein, das sich jemand um eine zweite Drehbuchfassung bemüht hätte. Dennoch: Es gibt weit schlimmere Filme, die weniger unterhalten. Killerameisen bietet ob seiner naiven 08/15 Ausrichtung ungetrübtes Sehvergnügen für den Fan der trashigen Kost. Der Film wirft aber auch gleichzeitig die Frage auf, wann endlich der 1970er Jahre Klassiker Hotel des Todes auf DVD erscheint. War das doch der Ameisenfilm, der den Rezensenten als kleinen Bub Tage lang nicht schlafen lies. Und in den 1970ern gab es noch lange keine animierten Ameisen…

Killerameisen

„Leider haben wir es nicht mit computeranimierten Tierchen in einem Horrorfilm zu tun, sondern mit einem Schwarm äußerst bedrohlicher Wanderameisen.“ Also entweder ist der Regisseur sehr mutig, diesen Satz in solch einem C-Fim unterzubringen. Oder er ist ziemlich cool.
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