Jasper und das Limonadenkomplott

Jasper und das Limonadenkomplott

Eine Filmkritik von Joachim Kurz

Kleiner Pinguin, ganz groß

Der kleine Pinguin Jasper ist einer der unumstrittenen Stars des Kinderkanals. Der neugierige Vogel aus der Antarktis tauchte im Jahre 2002 zum ersten Mal in der Sendung mit der Maus auf und hat sich im Laufe der Jahre als fester Bestandteil des Formats fest etabliert. Und mittlerweile wird ihm und seinen Freunden im Programmschema des Ki.Ka sogar ein eigenständiges Format eingeräumt. Die besten Voraussetzungen also für eine große Karriere des kleinen Helden, der es nun justament sogar auf die große Kinoleinwand geschafft hat. In dem Film Jasper und das Limonadenkomplott kann er nun über 90 Minuten zeigen, was so alles in ihm steckt...
Gibt es eine Welt jenseits dessen, was Jasper als seine Heimat kennt? Was liegt hinter den unendlichen Weiten des Eises? Der kleine Pinguin aus der Antarktis (gesprochen wird er von Malte Arkona) ist ihm Gegensatz zu seinen Artgenossen schrecklich neugierig auf die große weite – und vor allem warme – Welt da draußen. Er ist eben ein wenig aus der Art geschlagen. Als eines Tages der knallbunte und ziemliche schreckhafte Papagei Kakapo (Rufus Beck leiht ihm seine Stimme) bei ihm zuhause auftaucht, gehen Jaspers Träume von Abenteuern jenseits des Eises endlich in Erfüllung. Denn Kakapo berichtet von zwei finsteren Ganoven und einem großen Kreuzfahrtschiff, das Jasper kurz zuvor erblickt hat. Doch leider glaubt niemand dem kleinen Pinguin und der seltsame Vogel ist bald darauf wie vom Erdboden verschluckt. War das alles nur ein Traum?

Beim Spielen mit seinem kleinen Bruder Junior gerät Jasper auf eine Eisscholle, die sich vom Packeis löst und aufs offene Meer hinaustreibt, wo die beiden just von jenem Kreuzfahrtschiff aus dem Wasser gefischt werden. An Bord treffen sie neben Kakapo auch Emma, die Tochter des Kapitäns, sowie den undurchsichtigen Dr. Block (gesprochen von Christoph Maria Herbst) und dessen Assistenten Rolf. Wie Jasper, Junior und Emma nun erfahren, haben Dr. Block und sein Gehilfe die seltenen Kakapo-Eier entwendet und planen mit diesen die Herstellung einer Limonade, die aus Kindern zahme und vor allem gehorsame kleine Engelchen macht. Gut, dass Jasper, Emma, Junior und sogar der furchtsame Kakapo dem Limonadenkomplott auf die Schliche kommen und alles daran setzen, den Gaunern ein Schnippchen zu schlagen...

Ganz unverkennbar zielt Jasper und das Limonadenkomplott auf das kleinste Zielpublikum, auf die ungefähr Drei- bis Siebenjährigen ab und führt damit auch grafisch die bewährte Linie des erprobten Fernsehformats fort. Um die bereits erprobten Charaktere Emma und Jasper herum wird eine Geschichte gebaut, die auf spielerische Weise die Neugier Jaspers und Themen wie Freundschaft, Mut und die Sorgen mit kleineren oder größeren Geschwistern thematisiert und ansprechend umsetzt. Dies dürfte den kleinen Fans des Pinguins sicherlich gefallen. Ob allerdings die erwachsenen Begleitpersonen des Kinopublikums genauso viel Spaß an diesem Film haben werden, ist dann doch eher fraglich. Trotz arrivierter Sprecher wie Rufus Beck und Christoph Maria Herbst wirken die Dialoge oft zu kindgerecht, um auch große Zuschauer über die ganze Dauer des Films zu fesseln. Und warum der Papagei ausgerechnet solch einen albernen Namen wie Kakapo tragen muss, ist allenfalls als Zugeständnis an die Sprachspielereien von Kindern zu werten. Denn Eltern jedenfalls kommen bei der Erwähnung des Namens ganz andere Gedanken in den Sinn...

Jasper und das Limonadenkomplott

Der kleine Pinguin Jasper ist einer der unumstrittenen Stars des Kinderkanals. Der neugierige Vogel aus der Antarktis tauchte im Jahre 2002 zum ersten Mal in der Sendung mit der Maus auf und hat sich im Laufe der Jahre als fester Bestandteil des Formats fest etabliert. Und mittlerweile wird ihm und seinen Freunden im Programmschema des Ki.Ka sogar ein eigenständiges Format eingeräumt.
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