Jasper Park - Ausflug in den Tod

Jasper Park - Ausflug in den Tod

Eine Filmkritik von Renatus Töpke

Der gute alte Backwood-Slasher wird nie aussterben. Das liegt natürlich zunächst einmal an den treuen Fans, die sich immer wieder diese – meist – direct-to-video-Produktionen reinziehen. Auch halten sich die Produktionskosten bei solchen Filmen im Rahmen, was für die Produzenten natürlich ein nicht zu verachtender Anreiz ist. Na und dann werden die Genreregeln abgehandelt: Sexy Teenager werden in knappen Klamotten (gerne auch nass) durch die Pampa gescheucht. Das Sterben ist oft häßlich, das Geschrei groß und die Täter schmutzig und/oder entstellt. Eher selten begibt sich eine Großproduktion auf dieses Terrain. Beispielsweise war das 2003er Remake des Texas Chainsaw Massacres gar nicht so schlecht anzusehen. Großen Beitrag zum Erfolg leistete die knapp bekleidete Jessica Biel, die in hübsch gestylten Bildern durch die Botanik rannte. Zu der eher günstigeren Variante zählt nun Jasper Park von Regisseur Marty Weiss.
Es reicht, die knappe Story ebenso zu umreißen. Einige Games-Designer sind auf einem Wochenend-Gotcha-Trip. Dabei wird die eine Gruppe unvermittelt von den Mitgliedern einer Sekte überfallen, getötet oder verschleppt. Die andere Gruppe versucht nun, ihre Kollegen aus dem, zum Sektenunterschlupf umgewandelten Bunker, zu befreien. Das ist natürlich weder einfach noch unblutig.

So viel dazu. Positiv fällt zunächst auf, dass sich die (austauschbaren) Charaktere nicht immer selbst zu ernst nehmen. Es gibt ein paar ironische Kaspereien, nette Ideen und hübsche Frauen. Doch leider wird durch viel zu lange Szenen das Tempo massiv klein gehalten. Und wenn der Zuschauer bei solch einem Low Budget-Slasher zu viel Zeit zum Nachdenken hat, kann das fatal werden. Schon beim schön geschnittenen, leider viel zu langen Vorspann, hat man das Gefühl, das Jasper Park Gefahr gelaufen ist, ein Kurzfilm zu werden. Das die Charaktere häufig nerven, die Dialoge blöde und gewollt cool sind, ist dann leider gar nicht mehr lustig. Vielleicht doch lieber die offensichtlichen Vorbilder Severance, Wrong Turn oder The Hills Have Eyes im Original anschauen.

Jasper Park - Ausflug in den Tod

Der gute alte Backwood-Slasher wird nie aussterben. Das liegt natürlich zunächst einmal an den treuen Fans, die sich immer wieder diese – meist – direct-to-video-Produktionen reinziehen. Auch halten sich die Produktionskosten bei solchen Filmen im Rahmen, was für die Produzenten natürlich ein nicht zu verachtender Anreiz ist.
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